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Störche ziehen in Gruppen umher–Jungtier verletzt

Grasdorf Störche ziehen in Gruppen umher–Jungtier verletzt

Leinemaschbesucher begegnen sie zurzeit häufig: größere Storchengruppen, die sich zum Fressen auf frischgemähten Wiesen niederlassen oder gemeinsam zu neuen Plätzen fliegen. Ein Jungtier – mutmaßlich aus Ruthe – fehlt dabei, seit Mittwoch wird es in der Tierärztlichen Hochschule Hannover behandelt.

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An verschiedenen Stellen der Leinemasch – das Bild von Jürgern Körber zeigt die Wiesenmahd am Seeanger in Harkenbleck – sind Störche derzeit in größeren Gruppen unterwegs.

Quelle: Jürgen Körber

Grasdorf. Die Grüppchenbildung ist derzeit besonders auffällig. Bei Einflügen habe er schon bis zu 43 Tiere gezählt, berichtet der Laatzener Jürgern Körber, der dem Weißstorchbeauftragten der Region, Reinhard Löhmer, zuarbeitet. Seit etwa vier Wochen ziehe auch eine feste 14er-Gruppe umher, so Körber. Die Jungstörche seien teilweise schon weggeflogen. Bei den Störchen, die nun noch zu sehen sind, handele es sich größtenteils um adulte Tiere.

Unterdessen ist auch klar, warum der von der Laatzener Feuerwehr am Mittwoch auf dem Gelände der Wasserwerke eingefangene und zur Tierärztlichen Hochschule (TiHo) gebrachte Jungstorch so geschwächt wirkte. Wie die Tierärzte nach einer Röntgenuntersuchung feststellten, hatte sich der Storch eine Schultergürtel- und Brustbeinfraktur zugezogen. Womöglich habe er eine Bruchlandung hingelegt oder war mit etwas kollidiert, heißt es seitens der TiHo.

Er sei sich recht sicher, dass es sich dem verletzten um den dritten Jungstorch aus Ruthe handelt, erklärte Körber, der die Störche und Nester in der südlichen Leinemasch über Monate hinweg regelmäßig anfährt und beobachtet. "Da ich ihn am Dienstagabend gegen 21 Uhr auf der Seeangerwiese im Heu habe hocken sehen, wird er vermutlich in der Dämmerung oder Dunkelheit Richtung Wasserwerk geflogen sein und dort gegen die Wand eines der Betriebsgebäude geflogen sein. Das erklärt seine Anwesenheit direkt auf dem Betriebsgelände. Auch der zeitliche Zusammenhang spricht für diese Version", erklärte Körber auf Anfrage. Der dritte Jungstorch sei bereits in den letzten Tagen in Ruthe nicht fit und dadurch bedingt wenig aktiv gewesen. "Das ist zwar alles spekulativ, aber ich bin davon überzeugt, dass es so gewesen sein könnte."

Die TiHo wird den verletzten Storch in den nächsten drei Wochen weiter versorgen und beobachten. Danach soll er zum Artenschutzzentrum nach Leiferde gebracht werden.

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Von Astrid Köhler

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