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Streit mit aha: Rentner will Müllsack behalten

Abfallentsorgung in Laatzen Streit mit aha: Rentner will Müllsack behalten

Will der kommunale Abfallentsorger Aha Bürger dazu nötigen, ihre Müllsäcke zum Jahresende gegen die Tonne auszutauschen? Das vermutet zumindest Gerd Weidner. Der Rentner wirft dem Abfallentsorger billige Tricks vor. Aha weist darauf hin, dass ein Abbestellen der Tonne weiterhin möglich ist.

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2016 wird in Laatzen die Abfalltonne eingeführt. Gerd Weidner will am alten System festhalten.

Quelle: Lisa Malecha

Ingeln-Oesselse. „Die Art und Weise, in der Aha versucht, die Tonnenabfuhr schleichend einzuführen, ist nicht okay“, schimpft Gerd Weidner. Der 72-Jährige aus Ingeln-Oesselse soll Ende des Jahres seine Abfalltonne geliefert bekommen – und das, obwohl er das gar nicht wollte. „Das ist ein ganz übler Trick des Unternehmens: Ich habe alles richtig gemacht und habe trotzdem Pech.“

Bereits im Sommer 2013 hatte er einen Erklärungsbogen von Aha erhalten, in dem er angegeben hatte, dass er auch nach Einführung der Mülltonne ab 2016 bei der Sackabfuhr bleiben möchte. Nun erhielt er ein auf den 1. Juli datiertes neues Schreiben, in dem es heißt, Aha gehe davon aus, dass er die Tonnenabfuhr wünscht – sofern er nicht bis zum 24. Juli Widerspruch einlegt.

„Den Brief habe ich erst am 15. Juli bekommen – da blieb ja kaum Zeit“, sagt Weidner. Er rief beim Unternehmen an, um auf das Missverständnis hinzuweisen. „Die behaupten, ich hätte vor zwei Jahren nicht geantwortet“, sagt der Rentner. „Aber das ist nicht wahr.“ Denn in ebendiesem Schreiben, dass angeblich nie angekommen ist, habe er auch darum gebeten, dass sein Volumen von 40 Litern pro Woche auf 20 runtergeschraubt wird – was auch veranlasst wurde.„Also wurde mein Schreiben doch bearbeitet“, folgert er und vermutet, das Abfallunternehmen wolle auf diese Tour so vielen Menschen wie möglich eine Tonne andrehen.

Davon könne nicht die Rede sein, sagt Aha-Sprecherin Anke Voigt. Das erneute Schreiben sei als eine Serviceleistung zu verstehen, die es ermöglichen soll, alle Kundenwünsche zu berücksichtigen. „Wir haben das Schreiben nur an die Kunden verschickt, von denen wir keine Erklärungsbögen in den Unterlagen haben“, sagt Voigt. Allerdings könne es immer sein, dass ein Bogen nicht ankomme oder aber verloren gehe. Aus ebendiesem Grund habe man mit dem neuen Schreiben nochmals die Kundenwünsche abfragen wollen.

Doch auch für Bürger, die nicht rechtzeitig reagiert haben, sei es noch nicht endgültig zu spät, ihren Wunsch zu äußern: „Niemand muss die Tonne behalten, wenn er nicht will“, betont sie. Es sei daher auch noch einige Zeit nach Ablauf der Frist möglich, auf das Schreiben zu antworten und von der Tonnen- zurück zur Sackabfuhr zu wechseln, wenn ein Missverständnis vorliegt. „Um sicherzugehen, dass der Widerspruch eingegangen ist, empfehlen wir, sich bei unserer Gebühren-Servicehotline zu melden.“

Die Hotline ist montags bis donnerstags von 7 bis 16.30 Uhr sowie freitags von 7 bis 15 Uhr unter (08 00) 9 99 10 20 erreichbar.

Von Lisa Malecha

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