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Strom tanken beim ADAC

Rethen Strom tanken beim ADAC

Der ADAC will die Elektromobilität fördern: Auf seinem Gelände an der Lübecker Straße in Rethen können Fahrer ihre Elektroautos seit Montag an sechs E-Ladestationen kostenlos aufladen. Die Anlage wird per Solarenergie betrieben. Wer will, kann am Mittwoch in Rethen E-Autos selbst testen.

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Der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies (links) und ADAC-Vorstandsmitglied Wolfgang Bolsums eröffnen die E-Ladestation beim ADAC in Rethen.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. An einer der Stationen geht das sogar besonders fix: Mit einem 50-kW-Schnelllader können die Nutzer die Batterie ihres Elektroautos in rund 40 Minuten komplett aufladen. „Bislang gibt es in der Region Hannover erst sechs weitere solcher Schnellladestationen für Elektroautos“, sagte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies am Montag bei der Eröffnung. An den anderen fünf Rethener Ladestationen dauere eine volle Aufladung zwischen fünf und sieben Stunden, ergänzte ADAC-Projektleiter Ulf Farger. Insgesamt gibt es in der Region Hannover rund 25 E-Ladestationen - die nächsten sind beim Golfclub Gleidingen, bei der Deutschen Messe an der Nordallee und bei BMW auf dem Expo-Gelände.

Die neue Station in Rethen nutzt der ADAC auch selbst: Die Laatzener Mitarbeiter testen drei E-Fahrzeuge im Praxisbetrieb - sowohl betrieblich als auch privat. Sie stehen den Mitarbeitern für je einen Monat auch außerhalb der Dienstzeiten zur Verfügung. Die Pannenhilfe setzt E-Fahrzeuge aufgrund der geringen Reichweite noch nicht ein, sagt Farger. Havarierte E-Fahrzeugfahrer könnten - genau wie alle anderen Autofahrer - den Pannendienst in Anspruch nehmen.

Die Anlage wird von Solarzellen auf dem Dach des Carports mit Energie gespeist. Falls nötig, könne zudem der Strom der Fotovoltaikanlage am Hauptgebäude genutzt werden, sagt Wolfgang Bolsums vom ADAC-Vorstand. Lies lobte diesen Ansatz: „Elektromobilität in großem Umfang macht nur Sinn, wenn dafür auch erneuerbare Energien genutzt werden.“

Freilich ist der Anteil der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge noch verschwindend gering: Lediglich 12 363 Elektrofahrzeuge wurden nach Angaben des Kraftfahrzeug-Bundesamtes im vergangenen Jahr bundesweit zugelassen - das ist ein Anteil von gerade einmal 0,39 Prozent am Gesamtmarkt mit 3,21 Millionen Neuzulassungen. Immerhin ist die Zahl im Vergleich zu 2014 um 45,1 Prozent gestiegen.

Der Verkehrsminister sieht die hohen Anschaffungskosten als Problem. Lies spricht sich für eine Prämie aus, die den Kauf von E-Fahrzeugen attraktiver machen soll. „Im April soll es dazu eine Entscheidung des Finanzministeriums geben.“ Zudem sei die Bezahlstruktur an den Aufladestationen nicht ausgereift, sagt Farger. „Wer bei kostenpflichtigen Stationen aufladen will, braucht dafür unterschiedliche Ladekarten.“

Von Daniel Junker

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