Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Schlafplätze von Waldohreulen gesucht

Laatzen/Hemmingen/Pattensen Schlafplätze von Waldohreulen gesucht

16 Studierende der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung der Universität Hannover sind in Laatzen, Hemmingen, Pattensen und Wülferode auf der Suche nach Schlafplätze der geschützten Waldohreule. Um den nachtaktiven Vögeln auf die Spur zu kommen hoffen sie auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Voriger Artikel
Pläne für 2016: Politik zieht an einem Strang
Nächster Artikel
FDP: "Die Stadt ist doch kein Konzern"

Zwei Waldohreulenküken sitzen auf Fehmarn in einem Baum.

Quelle: dpa (Thomas Nyfeler)

Laatzen/Hemmingen/Pattensen. Wo und wie schlafen Waldohreulen im Winter? Das wollen die Studierenden im Rahmen eines Projektes herausfinden. "Über Waldohreulen gibt es relativ wenig Informatien", sagt Teilnehmerin Joyce Gosemann. "Der Fokus wird bei Beobachtungen meist auf Schleiereulen gelegt." Dies wollen die Studierenden ändern: Sie wollen die Schlafplätze ausfindig machen und notieren, wie viele Tiere an welchen Orten nächtigen. Aus den Ergebnissen wollen sie Handlungsempfehlungen zum Schutz der Schlafplätze geben. Dafür müssen die Studierenden die Tiere aber erst einmal finden.

Zum Winterbeginn würden sich Waldohreulen in Gesellschaften zusammenfinden, um tagsüber in Bäumen zu schlafen – manchmal seien es mehrere Dutzend Tiere. Dafür suchen sich die Vögel dichte Nadelbäume wie Kiefern oder Fichten. "Aufgrund ihres Gefieders sind die Eulen dort relativ schlecht zu erkennen", sagt Gosemann. Deshalb blieben die bis zu 35 Zentimeter großen Vögel häufig unbemerkt – und das, obwohl sie sich oft in Siedlungsnähe aufhielten. Auf den angrenzenden Feldern fänden sie im Winter genügend Nahrung. "Wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen", sagt Gosemann. "Die Schlafbäume haben relativ viel Kot am Stamm, unten am Boden findet man häufig Gewölle" – das sind die unverdauten Nahrungsbestandteile, die die Vögel aus ihrem Magen herauswürgen. Bei einsetzender Dämmerung verlassen die Tiere dann die Bäume, um auf Mäusejagd zu gehen.

Die Studierenden haben sich Laatzen, Hemmingen, Pattensen und Wülferode ausgesucht, weil sie in diesem Gebiet auf erste Ergebnisse zurückgreifen können: Im vergangenen Jahr hatte die Studentin Ina Engelke bereits im Rahmen einer Bachelorarbeit Sammelschlafplätze im Hemmingen und Pattensen kartiert. "Auf dieser Grundlage wollen wir eine wissenschaftliche Arbeit ausarbeiten.

KONTAKT: Wer Waldohreulen, Kotspuren oder Gewölle unter einem Baum entdeckt, erreicht die Studierende Joyce Gosemann unter Telefon (01 76) 458 3 17 00 oder per E-Mail an joycegosemann@gmail.com.

doc6ng9qk9h2pjs6byhkg1

Ein Fest für den Naturfotografen: Ein Schwarm Waldohreulen, darunter auch dieser Vogel, hat im Sommer 2015 sein Tagesquartier in Wilfried Raves Garten in Neustadt bezogen.

Quelle: Wilfried Rave

Von Daniel Junker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6spbi26z1g68ir1xk5w
Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt

Fotostrecke Laatzen: Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt