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Brandes: "Immanuel ist im Umbruch"

Alt-Laatzen Brandes: "Immanuel ist im Umbruch"

Die Immanuel-Kirchengemeinde steht vor einem Umbruch: Angesichts des Generationswechsels in Alt-Laatzen erwartet Superintendent Detlef Brandes auch im Gemeindeleben einen Kulturwandel. Angebote für Familien sollten daher künftig zu einem der Schwerpunkte werden, sagte er im Rahmen der Visitation.

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Pastor Matthias Freytag (links) und Superintendent Detlef Brandes sprechen im Rahmen der Visitation über die Entwicklung der Alt-Laatzener Immanuelgemeinde.

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen. In der Regel alle sechs Jahre besucht Superintendent Detlef Brandes die einzelnen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Laatzen-Springe. Seit Freitag ist er nun in Alt-Laatzen zu Gast, um während der Visitation Einblick in die Arbeit der Gemeinde zu nehmen und Gespräche mit den Mitarbeitern, Kirchenvorstand und Ehrenamtlichen zu führen.

"Die Gemeinde ist im Umbruch", stellte Brandes fest. Der laufende Generationswechsel betreffe einerseits den Kirchenvorstand, der im nächsten Jahr neu gewählt wird, aber auch das Mitarbeiterteam: Mit Pastor Matthias Freytag und Kreiskantor Zóltan Suhó, beide 31 Jahre alt, habe die Gemeinde nun "ein junges Team" mit großer Experimentierfreude. Das korrespondiere auch mit einem Wechsel im Stadtteil insgesamt: "Vor wenigen Jahren hätten wir nicht damit gerechnet, wie schnell der Generationswechsel in Alt-Laatzen vonstatten geht", sagt Brandes. Dies habe er am Dienstag im Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Köhne bestätigt gefunden.

Die Gemeinde stehe deshalb vor der Aufgabe, parallel zur bisherigen Arbeit mehr Angebote für jüngere Menschen zu machen. "Wir müssen uns stärker um junge Familien kümmern", sagt Brandes. Kirche müsse mehr auf die säkulare Lebenswelt ausstrahlen. "Maßstab unserer Arbeit sind nicht diejenigen, die wir schon erreichen, sondern die, die wir nicht erreichen."

Tatsächlich macht die Gemeinde bereits solche Angebote: Brandes und Pastor Matthias Freytag heben das Mama-Café und die noch relativ neue Eltern-Kind-Gruppe hervor, die sich seit diesem Frühjahr unter dem Namen "Immanuelchen" trifft. Längst etabliert hat sich der Kindertreff für Grundschüler in Alt-Laatzen: "Da findet ganz viel zum Thema Sozialkompetenz statt", sagt Freytag über das Angebot, bei dem in einer sehr individuellen Betreuung auch Sprachfähigkeiten vermittelt werden. Gut angenommen würden auch die monatlichen Kindergottesdienste, die Elsabeh und Sigrid Sonderhoff anbieten, und die Pfadfindergruppe des VCP, die eine Besonderheit der Gemeinde sei. "Ich fände es toll, wenn Laatzens Kirchengemeinden ihr Profil in der Jugendarbeit stärken", ergänzte Brandes.

Zur Sprache kamen noch weitere Themen:

Kirchenmusik: Mit der Besetzung der Kreiskantorstelle durch Suhó ist Alt-Laatzen als musikalisches Zentrum des Kirchenkreises aufgewertet worden. Die sogenannte B-Stelle wurde in eine A-Stelle umgewandelt, die neben der musikalischen Ausbildung auch eine kulturelle Ausbildung - etwa im Bereich Veranstaltungsmanagement - einschließt. "Die Immanuelkirche ist die räumlich größte Kirche im Kirchenkreis", sagt Brandes, entsprechend eigne sie sich als Veranstaltungsort. Freytag hob im Visitationsgespräch die Band-Gottesdienste vor, die rege besucht würden.

Christlicher Seniorenbund: Das Verhältnis zum Christlichen Seniorenbund Immanuel hat sich offenbar weiter entspannt. "Die Erfahrungen, die wir vor elf Jahren gemacht haben, spielen keine Rolle mehr", sagt Brandes nach einem Gespräch mit dem Führungsduo des Vereins. Mögliche gemeinsame Veranstaltungen würden nach Bedarf abgestimmt.

Diakonisches Zentrum: Als wichtigen Bestandteil des Gemeindeprofils bezeichnet Brandes die diakonische Arbeit. "Auch in Alt-Laatzen leben Menschen in prekären Lebensverhältnissen", sagt der Superintendent.

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