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Kirchentag: Talkgäste sprechen über Glauben

Laatzen/Hemmingen/Pattensen/Springe Kirchentag: Talkgäste sprechen über Glauben

Rund 700 Besucher sind am Samstag der Einladung des Kirchenkreises Laatzen-Springe zum ökumenischen Kirchentag nach Springe gefolgt. Zu den Höhepunkten gehörte die Podiumsdiskussion zum Thema Glauben, bei der Podiumsgäste wie Hannover-96-Präsident Martin Kind Stellung bezogen.

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Podiumsdiskussion beim ökumenischen Kirchentag in Springe (von links): Niklas Kelting, Kai Dettmer, Achim Stauß, Moderator Tobias Glawion, Ute Austermann-Haun, Gabriele Lösekrug-Möller, Martin Kind.

Quelle: Rasche

Laatzen/Hemmingen/Pattensen/Springe. "Wenn’s mir gut geht, bin ich Atheist, wenn’s mir schlecht geht, bin ich gläubig" – mit diesem Satz umschrieb Achim Stauß einen Teil des Problems der Kirche. Der gebürtige Alvesroder ist Pressesprecher der Deutschen Bahn und war einer der Talk-Gäste im Springer Otto-Hahn-Gymnasium. Neben ihm saßen fünf weitere Vertreter aus Bildung, Politik und Wirtschaft auf der Bühne der vollbesetzten Aula.

Mit aktuellen und teils sehr persönlichen Fragen unter dem Motto "Farbe bekennen, Stellung nehmen zum Glauben" entlockte Moderator Tobias Glawion, Chefredakteur des evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen, ihm und anderen manches Geständnis. So berichtete der Hörgeräteunternehmer und 96-Präsident Martin Kind offen, dass er als gläubiger Christ betet und früher des öfteren mit dem inzwischen verstorbenen Altbischof Eduard Lohse wandern war.

Überraschend auch die Aussage der Bauingenieurin und Hochschulprofessorin Ute Austermann-Haun, die dem CDU-Ortsverein Lüdersen angehört. Trotz des "C" im Parteinamen besitze das Christliche in den örtlichen Sitzungen keinen Stellenwert.

Der Lehramtsstudent für Politik, Wirtschaft und Religion Niklas Kelting wurde als Jungliberaler befragt und gestand, dass ihm das Ziel der FDP, den Religionsunterricht im Stundenplan zu streichen, zu schaffen mache.

Dass sie manchmal gegen ihre christliche Überzeugung schwere Entscheidungen treffe müsse, betonte die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller aus Hameln. Gefragt nach Luther und der Reformation erklärte sie, alles hätte nicht funktioniert, wenn es "Frau Luther" nicht gegeben hätte.

Den ganzen Nachmittag über gab bei der zentralen Feier zahlreiche Aktionen und Workshops. Pastoren aus Laatzen, Hemmingen und Pattensen führten Gespräche im Seelsorgeraum, und verschiedene Bands und ein Projektchor traten auf. Zu den Teilnehmern des ökumenischen Kirchentages gehörten auch Probst Martin Tenge.

Superintendent Detlef Brandes hob abschließend den "sehr erfolgreichen Besucherzuspruch" hervor und sagte weiter: "Die Leute haben sehr intensiv zugehört und mitgedacht."

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Von Reinhold Krause und Astrid Köhler

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