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Temporärer Mülleimer kommt zum Leine-Bootsanleger

Grasdorf Temporärer Mülleimer kommt zum Leine-Bootsanleger

Beseitigt ein Abfallbehälter das Müllproblem in der Natur oder verschärft er es? Eine Antwort darauf hat der Laatzener Ortsrat am Dienstag zwar nicht gefunden, wohl aber entschieden, temporär einen zusätzlichen Mülleimer am Bootsanleger in Grasdorf aufzustellen, obwohl es 50 Meter weiter einen gibt.

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"Eine hochpolitische Entscheidung": Obwohl in etwa 50 Meter Entfernung an der Ohestraße bereits ein Mülleimer steht, hat sich der Ortsrat darauf verständigt, für die Saisonmonate von Mai bis September einen zusätzlichen Abfallbehälter auf Höhe des Bootsanlegers aufstellen zu lassen.

Quelle: Astrid Köhler

Grasdorf. Ausgiebig erörtert wurde die Mülleimer-Frage im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Antrag der beiden Ortsratsgruppen, eine naturnahe Sitzgelegenheit an der Leine nahe dem Nabu-Haus zu schaffen. Beides hatten sich Jugendliche im Rahmen des Planspiels Pimp-Your-Town gewünscht. Ortsrat. Der genaue Standort ist am Rande der Leinemasch, südöstlich der Leine-Brücke an der Ohestraße und nur wenige Schritte den Deichweg entlang auf Höhe des Bootsanlegers.

Während es die Gruppe CDU und FDP dort bei einer reinen Sitzgelegenheit belassen wollte, ging die Gruppe SPD, Grüne und Die Linke noch einen Schritt weiter und sprach sich auch für den von den Jugendlichen gewünschten Mülleimer mit aus.

So zufrieden der auch als Feld- und Forsthüter tätige CDU-Ratsherr Siegfried Karl Guder mit einem aufgesägten Baumstamm als Sitzgelegenheit war, so energisch argumentierte er gegen einen Abfallbehälter: "50 Meter entfernt ist schon ein Mülleimer." Wer sich in der Leinemasch aufhalte, solle seinen Müll gefälligst wieder mitnehmen, echauffierte sich Guder, der prompt Widerspruch aus der eigenen Partei erhielt. "Mit der Aussage, Jugendliche sollten ihren Müll mitnehmen, erzieht man heute keine Jugendlichen mehr", meinte Maximilian Last. Er sprach sich vielmehr für die temporäre Bereitstellung eines Abfallbehälters aus, wenn der Platz auch tatsächlich genutzt wird. "Von Oktober bis März sitzt da niemand", so Last.

Trotz geäußerte Befürchtungen, wonach Müll verstärkt in den Büsche landen könne, sprach sich der Verwaltungsvertreter Axel Grüning gegen einen weiteren Behälter am Bootsanleger aus – zumal nur 50 Meter von einem bereits bestehenden entfernt. Wo es diese einmal gebe, werde auch Hausmüll abgeladen, so Grüning: "Es ist eine Gratwanderung". Auch müssten die Folgekosten für die zusätzliche regelmäßige Leerung bedacht werden.

"Ich gebe zu, viele Jugendliche sind zu faul dazu, die 50 Meter zu gehen", sagte der 15-jährige Hares, Schüler des Erich-Kästner-Gymnasiums, der den Pimp-Your-Town-Antrag kurz vorstellte. Genau deshalb sei der zusätzliche Behälter auch Wunsch der Jugendlichen.

Letztlich stimmte der Ortsrat bei einer Enthaltung dafür, dass eine aufgesägter Baumstamm als Sitzgelegenheit am Deichweg auf Höhe des Bootsanlegers verankert wird. In der Zeit von Mai bis September soll dort außerdem ein Mülleimer hängen und regelmäßig von der Stadt geleert werden.

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Von Astrid Köhler

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