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Das Dorfleben ist dem neuen Rektor vertraut

Ingeln-Oesselse Das Dorfleben ist dem neuen Rektor vertraut

Als 20-Jähriger hatte Tobias Ahlswehde ein Schlüsselerlebnis, das seinen beruflichen Werdegang entscheiden sollte. Nun, mit 35 Jahren, hat er als Rektor die Leitung der Grundschule Ingeln-Oesselse übernommen.

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Tobias Ahlswehde (35) ist seit Februar neuer Rektor der Grundschule Ingeln-Oesselse.

Quelle: Astrid Köhler

Ingeln-Oesselse. "Hätte ich meinen Zivildienst nicht gemacht, wäre ich beruflich ganz sicher woanders gelandet“, sagt Tobias Ahlswehde. Mit 20 Jahren stand der gebürtige Hamelner erstmals wieder in einer Grundschule – als Schulbegleiter eines körperbehinderten Jungen. Eigentlich sollte er nur unterstützende Handgriffe leisten, doch schon bald war er "Assistent" im Unterricht und fand er gefallen am Lehrerberuf. Auf das Studium in Oldenburg (Fächer Deutsch und Kunst) folgte das Referendariat in Bassum bei Bremen. Zum Februar 2008 begann er seine erste Stelle in Alt-Laatzen an der Grundschule Rathausstraße.

Als nach mehr als sechs Jahren dort für ein halbes Jahr ein kommissarischer Schulleiter gesucht wurde, meldete sich Ahlswehde. Für ihn war es die Gelegenheit in einem zeitlich überschaubaren Rahmen auszuprobieren, ob ihm die Tätigkeit liegt. Und sie gefiel ihm so, dass er die Stellenanzeigen studierte und fündig wurde.

Er habe sich nicht groß an Schulen beworben sondern sich bewusst für Ingeln-Oesselse entschieden. Die Schule passe zu ihm und er zu ihr, so ist sein Gefühl. Die eher dörfliche Prägung ist ihm alles andere als fremd. Der Zweitgeborene von vier Kindern ist in einem 400-Einwohner-Ort bei Hameln aufgewachsen.

An seiner neuen Schule wurde Ahlswehde mit offenen Armen empfangen. Seit dem Abschied von Rektorin Doris Brühöfner im Sommer 2015 war die Stelle vakant und übernahmen zwei Lehrerinnen kommissarisch die Leitung. Schon in den wenigen Tagen seit Anfang Februar sei er voll im Schulalltag angekommen, sagt Ahlswehde. Die neuen Kolleginnen, die Eltern, Organisatorisches und natürlich die Kinder fordern seine Aufmerksamkeit.

Neben der Entwicklung der Schülerzahlen könnte in Ingeln-Oesselse schon bald die Ganztagsschule ein Thema werden. Erst bei  der jüngsten Ortsratssitzung kam das alte Thema wieder aufs Tableau - im Zuge der Hortplatzdebatte. Wenn es der Wunsch von Eltern und der Stadt sei, wäre die Schule die letzte, die sich verweigerte, betont der neue Rektor, um sodann zu ergänzen: "Wir sind bereit, wenn der Rahmen geschaffen wird." Neben den nötigen Personalressourcen und Material seien auch Investitionen am und im Gebäude vonnöten. "Schüler brauchen nicht nur einen Klassenraum mit Tischen und Stühlen sondern Räume für unterschiedliche Aktivitäten: für Kunst andere als für Musik oder Sport." Wenn der Rahmen stimme, sei die Ganztagsschule eine Bereicherung für alle. An der Grundschule Rathausstraße habe Ahlswehde acht Jahre gute Erfahrungen mit dem Modell gemacht, sagt Ahlswehde.

So sehr ihm die Arbeit liegt, so gern ist er auch Zuhause. Mit seiner Frau ist er vor einiger Zeit von Hannover in ein eigenes Reihenmittelhaus in Hemmingen gezogen. Die Renovierung machen ihm Spaß ("Ich habe ein heimwerkerlichen Nerv, den kann ich jetzt ausleben") ebenso der Garten. Und im Frühjahr wird der 35-Jährige noch einen besonderen Grund haben, Zuhause zu sein und beginnt ein Lebensabschnitt, der für Lehrer und Schulleiter gleichermaßen wertvoll ist. Dann werden er und seine Frau erstmals selbst Eltern.

Von Astrid Köhler

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