Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Kirchturmmauer wird mit Muschelkalk verputzt

Gleidingen Kirchturmmauer wird mit Muschelkalk verputzt

Der Turm der St.-Getruden-Kirche bekommt eine neue Außenhaut. Seit April verputzen Arbeiter die Wände mit mehreren Schichten aus Muschelkalk. Die aufwendige Sanierung werden wohl bis zum Spätsommer dauern. Bei einem Handwerkerfrühstück dürfen angemeldete Gäste am 1. August das Gerüst besteigen.

Voriger Artikel
Statt Holz schmückt löchriger Gipskarton AES-Decke
Nächster Artikel
Hobbykünstler finden neue Aspekte für ihre Werke

Pastorin Susanne Michaelsen steht auf dem Gerüst, das derzeit den Turm der Gleidinger St.-Gertruden-Kirche umhüllt. Arbeiter tragen dort neuen Putz aus Muschelkalk auf. Am 1. August beim geplanten Handwerkerfrühstück können auch Besucher das Gerüst besteigen – vorausgesetzt, sie melden sich vorher an.

Quelle: Daniel Junker

Gleidingen. Auf die Sanierung des Kirchturms warten die St. Gertruden-Kirchengemeinde schon seit zwei Jahren. Im Frühjahr 2015 hatte der Kirchenvorstand den am Gebäude empor rankenden Efeu entfernt: auf Empfehlung des Amtes für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche. "Die Pflanzen hatten sich immer weiter ausgebreitet und das Mauerwerk beschädigt", sagt Rudolf Brakebusch, Baubeauftragter des Kirchenvorstands. Die Wurzeln seien sogar in die Fugen eingedrungen und hätten sich dort festgesetzt.

Zwar hätten Mitglieder der Gemeinde die Pflanzen immer wieder zurückgeschnitten. Das Mauerwek habe aber trotzdem darunter gelitten. Und: "Einige Flächen an der Süd- und Nordseite des Turms unter dem Efeu waren teilweise unverputzt", sagt Brakebusch. Um das Mauerwerk zu schützen seien manche Flächen zudem glatt verputzt worden. Dies habe aber nicht der historischen Bauweise der Gebäudes entsprochen.

Im Jahr 1919 wurde an der Kirche ein grober Außenputz angebracht, der an der Westseite auch noch weitestgehend intakt ist. Nun sollen auch die anderen Außenwände nach dieser Charakteristik wiederhergestellt werden. "Der Kirchturm wird mit Muschelkalk verputzt", sagt Brakebusch. Da dies recht aufwendig sei, werde die Sanierung einige Zeit in Anspruch nehmen. "Der Muschelkalk wird in mehreren Schichten aufgetragen, die zwischenzeitlich trocknen müssen." Die Gemeinde rechnet derzeit damit, dass die Arbeiten Ende August beendet sein werden.

Im Jahr 2015 hatte die Kirchengemeinde einen Bewilligungsantrag für die Übernahme der Sanierungskosten an die Landeskirche gestellt. Schließlich schlägt die Sanierung des Turms inklusive Grüstbau, Erneuerung des Natursteinfries und Blitzschutz mit rund 100.000 Euro zu Buche. Die Kosten würden von der Landeskirche getragen. "Pro Jahr steht aber nur eine bestimmte Summe für die Sanierung der Kirchen zur Verfügung", sagt Rudolf Brakebusch, Baubeauftragter des Kirchenvorstands.

Die Gemeinde habe damit gerechnet, mehrere Jahre auf die Bewilligung warten zu müssen - jetzt wurde das Geld freigegen. Die Sanierung begann dann sogar früher als erwartet.  "Direkt nach Ostern gab es eine Baubesprechung", erinnert sich Pastorin Susanne Michaelsen. Schon am gleichen Tag habe die Firma, die den Turm neu verputzt, die Arbeit aufgenommen. "Wir waren sehr positiv überrascht, dass es schon losging. Wir hatten eher mit Juni gerechnet."

Interessierte dürfen am 1. August das Gerüst besteigen

Am Dienstag, 1. August, veranstaltet die Kirchengemeinde ab 10 Uhr ein sogenanntes Handwerkerfrühstück. "Wir wollen den Handwerkern damit einen Dank für ihre Arbeit aussprechen", sagt Michaelsen. Eingeladen sind auch Interessierte, die sich den Fortschritt der Arbeiten aus der Nähe anschauen wollen. Der Clou: Wer möchte, kann im Rahmen einer sogenannten Gerüstführung an der Außenseite des Kirchturms nach oben steigen und aus luftiger Höhe die Aussicht genießen. Bei diesem Termin wird auch Jürgen Steindorf vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche Hannover dabei sein.

Die Teilnahme am Handwerkerfrühstück ist auch für die Besucher kostenfrei. Wer dabei sein möchte wird aber gebeten, sich bei der Gleidinger Kirchengemeinde unter Telefon (05102) 2174 oder per E-Mail an kg.gleidingen@evlka.de anzumelden.

doc6vl0otbjmsn1f1vys6ai

Fotostrecke Laatzen: Kirchturmmauer wird mit Muschelkalk verputzt

Zur Bildergalerie

Von Daniel Junker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xgftqvwwqpm4nsz6y7
Mieter kämpft gegen Schimmel in der Wohnung

Fotostrecke Laatzen: Mieter kämpft gegen Schimmel in der Wohnung