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Turmarbeiten beginnen erst im August

Rethen Turmarbeiten beginnen erst im August

Die Nägel sind durchgerostet, viele der Schieferplatten aufgeweicht. Die Sanierung des Turms von St. Petri sollte eigentlich schon im Juni beginnen, doch die Vorbereitungen dauerten länger. Nun wird das Gerüst für die erforderliche Dach- und Fugenerneuerung ab 17. August errichtet.

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Wie die teilweise ausgefranste Dachkante erahnen lässt, fehlen auf dem Kirchdach bereits Schieferplatten .

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Mit dem Gerüstbau sei es relativ kompliziert, sagt Wolf-Dietmar Kohlstedt vom Kirchenvorstand. Dafür habe der Statiker ein eigenes Gutachten anfertigen müssen. Inzwischen liegt dies vor, ist auch die Ausschreibung seitens des Amts für Bau und Kunstpflege durch und sind die Firmen bestellt. Am Montag, 17. August, soll es daher losgehen. Allein für den Aufbau des rund 15 Meter hohen Gerüstes sind zwei Wochen veranschlagt. Danach macht sich der Dachdecker daran, alle Schindeln vom Turm zu entfernen. „Die auf dem Dach sind durchgeweicht, als wenn Sie Pappe in der Hand halten“, sagt Kohlstedt. Das Material an den Turmseiten sei dagegen noch halbwegs stabil, dafür sind aber auch dort die haltgebenden Nägel durchgerostet. Die Schieferplatten müssen also alle erneuert werden.

Als drittes Gewerk wird der Zimmermann erwartet. „Wie müssen gucken, inwieweit der Dachstuhl Schäden hat“, so Kohlstedt. An einigen Balken gebe es Feuchtigkeitsränder - ein Indiz dafür, dass Nässe durchgekommen ist. Es könne aber auch sein, dass diese auf einst kaputte und bereits ersetzte Schindeln zurückgehen. „Die Durchfeuchtung allein macht nichts, wenn der Balken nur einmal nass geworden und wieder getrocknet ist“, sagt Kohlstedt. „Wir werden das begutachten.“

Abhängig davon, ob und wie umfangreich Balken im Dachstuhl zu ersetzen sind, ist, wie vollständig die Sandsteinfugen am Mauerwerk des Turms nachgearbeitet werden können. Das allernötigste - kaputte Fugen erneuern und Lücken schließen - werde auf jeden Fall erledigt, betont Kohlstedt. Das sei schon deshalb geboten, weil das teure Gerüst eh steht. Das allein schlägt mit 30.000 Euro zu Buche. Die gesamte Turmsanierung soll 110.000 Euro kosten. Im Idealfall reicht das Geld aus, um auch das komplette Mauerwerk nachzuarbeiten. Auch die sogenannten Schallfenster der Glocke werden erneuert. Die Instandhaltungsarbeiten an der Rethener Kirche dauern voraussichtlich bis November. „Die Gemeinde kommt dabei relativ problemfrei weg“, sagt Kohlstedt. 60.000 Euro der Gesamtkosten zahlt die Landeskirche, den Rest übernimmt der Kirchenkreis Laatzen-Springe.

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