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Aus Ehrenmal könnte Friedensmal werden

Alt-Laatzen Aus Ehrenmal könnte Friedensmal werden

Das umstrittene Ehrenmal in Alt-Laatzen könnte bald als Friedensmal wahrgenommen werden: mit einer rückseitig im Park zu errichtende Antikriegsplastig. Das hat eine der Arbeitsgruppen vorgeschlagen, die sich mit dem Denkmal aus der NS-Zeit beschäftigen. Am Dienstag stellte sie ihre Idee näher vor.

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Gedenkkultur in Laatzen: Axel Saipa vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Zweiter von rechts) moderiert den Austausch der Arbeitsgruppen im Rathaus.

Quelle: Stephanie Zerm

Alt-Laatzen. "Es ist nicht damit getan, Tafeln an das Ehrenmal zu hängen", erklärte der Alt-Laatzener Klaus Schlüter. Man müsse eine komplett neue äußere Form finden. Daher schlug die Arbeitsgruppe "Kunst, Design, Ambiente" vor, das Kriegerdenkmal in ein Friedensdenkmal umzufunktionieren. Dazu könnte eine zusätzliche Antikriegsplastik auf der Rückseite des Ehrenmals errichtet und als Kontrast zu der dortigen Eiche eine Linde gepflanzt werden.

An dem 1934 als Kriegerdenkmal errichteten Ehrenmal selbst sollten Tafeln auf die Herkunft aus der NZ-Zeit verweisen. Von beiden Seiten sollen außerdem breite Wege zum neuen Denkmal führen. Auf dem Laatzener "Platz des Friedens" könnten künftig auch die Gedenkfeiern ausgerichtet werden. "Es ist wichtig, ein Konzept zu finden, das von allen Laatzenern getragen wird", betonte Schlüter.

Bei Bürgermeister Jürgen Köhne und den Mitgliedern der übrigen drei Arbeitsgemeinschaften kam der Vorschlag gut an. "Das ist ein neuer, interessanter Gedanke", sagte Axel Saipa vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der das Treffen moderierte.

"Das Ambiente zum Park ist passender für Gedenkveranstaltungen als das alte Ehrenmal an der Straße", fand auch Geschichtslehrer Wilhelm Paetzmann, der  mit mehreren Schülern der KGS in den Arbeitsgemeinschaften mitwirkt.

Andreas Quasten (Grüne) sieht in dem neuen Konzept eine Chance, an dem historischen Platz auch einen Lernort zu schaffen, an dem Laatzener die Vergangenheit aufarbeiten können.

Fachleute der Stadt sollen nun prüfen, was von den Vorschlägen im Park umsetzbar ist. Denn die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz.

Das nächste Treffen ist für Ende Februar oder Anfang März geplant. Dann sollen auch die Arbeitsgemeinschaften "Künftiges Gedenken", "Geschichtliche Aufarbeitung" und "Opferdefinition und Inschrift" ihre Ergebnisse präsentieren.

Bürgermeister Köhne rechnet damit, dass zumindest einige davon bereits bei der Gedenkfeier am nächsten Volkstrauertag im November 2016 umgesetzt werden kann.

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Hinter dem "Kriegerdenkmal" aus der NS-Zeit könnte dem Vorschlag einer Arbeitsgruppe nach ein zusätzliches Denkmal errichtet werden. Das Gesamtensemble am und im Park von Alt-Laatzen würde dann zum Friedensmal.

Quelle: Köhler (Archiv)

Von Stephanie Zerm

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