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Unbekannter versprüht Reizgas in Laatzener Schule

Laatzen-Mitte Unbekannter versprüht Reizgas in Laatzener Schule

Ein Unbekannter hat am Donnerstagmittag Reizgas im Eingangsbereich der Laatzener Albert-Einstein-Schule (AES) versprüht. Mehrere Schüler und Lehrer klagten über Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen. Ein 12-Jähriger kam in eine Klinik. Polizei und Schulleitung verurteilten die Tat und hoffen auf Hinweise.

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An der Albert-Einstein-Schule ist Reizgas versprüht worden.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Passiert ist der Vorfall an der Kooperativen Gesamtschule in der zweiten großen Pause zwischen 11.20 und 11.50 Uhr in dem Flur zwischen Eingang und Aula. In dem Moment, als der Unbekannte das Reizgas versprühte, könnten sich geschätzt 100 Kinder und Jugendliche in dem Bereich aufgehalten haben, sagt Schulleiter Christian Augustin.

"Einige Schüler haben gehustet", sagte Augustin, der innerhalb von fünf Minuten vor Ort war und die Reizungen ebenfalls noch spürte. Die Schüler wurden in die Aula oder ins Freie geschickt. Die Reaktionen waren höchst unterschiedlich, so der AES-Direktor. Einige husteten herum und wieder andere wussten gar nicht, warum sie den Eingangsbereich verlassen sollten.

Für einen zwölfjähriger Junge, der unter Atemnot und mutmaßlich auch der Aufregung litt, wurde umgehend ein Krankenwagen gerufen. Der Schüler kam zur weiteren Abklärung in eine Klinik.

"Was mich erzürnt: Das ist eine Körperverletzung. Pfefferspray ist eine Waffe", sagt Augustin am Nachmittag. Jedwede Waffen seien an der Schule verboten, was auch im Waffenerlass nachzulesen sei, den jeder Schüler mit seinem Schülerbuch ausgehändigt bekommt. Zu Beginn eines jeden Schuljahres werde darüber eingehend informiert und gesprochen.

Den Reizgas-Vorfall von Donnerstag will Augustin per Rundbrief umgehend im Kollegium bekannt machen. Auch solle darüber in den Klassen gesprochen werden. Die Kernbotschaft: "Das ist kein Spaß sondern Körperverletzung und viele Schüler sind davon betroffen", so Augustin. "Wir werden rausfinden, wer das war."

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und hofft gleichfalls, den Täter schnell zu finden. Bei ihrer Suche setzt sie auf mögliche Zeugen. "Wir bitten insbesondere darum, dass die Eltern, deren Kinder die Albert-Einstein-Schule besuchen, mit ihren Kindern das Gespräch suchen, um so Hinweisen nachgehen zu können", sagt der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Stefan Schwarzbard. "Es kann nicht sein, dass das keiner mitbekommen hat." Die Laatzener AES besuchen aktuell 1631 Schüler.

Die Polizei Laatzen ist unter Telefon (0511) 1094315 erreichbar.

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Fotostrecke Laatzen: Unbekannter versprüht Reizgas in Laatzener Schule

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Von Astrid Köhler und Johannes Dorndorf

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