Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Unfall an Erich-Panitz-Straße wirft Fragen auf

Laatzen-Mitte Unfall an Erich-Panitz-Straße wirft Fragen auf

Am Tag nach dem Unfall an der Erich-Panitz-Straße bleibt der Zustand der 45-jährigen Fußgängerin kritisch. Die Hannoveranerin war am Dienstagabend auf Höhe der Stadtbahnhaltestelle Laatzen angefahren worden. Der Unfall wirft erneut die Fragen zur Sicherheit in dem Abschnitt auf.

Voriger Artikel
Stümpelhof wird Wohnprojekt für Senioren
Nächster Artikel
Flüchtlinge lernen baggern und pritschen

Auf der Straße sieht man einen Tag nach dem Unfall noch die Markierungen des Verkehrsunfalldienstes der Polizei.

Quelle: Stephanie Zerm

Laatzen-Mitte. Nach Angaben der Polizei rannte die 45-Jährige am Dienstag gegen 17.45 Uhr mit Einkaufstüten in den Händen auf dem Fußweg an der Erich-Panitz-Straße entlang. Auf Höhe der Haltestelle zwischen Wülferoder Straße und Langer Weihe querte sie beide Fahrspuren, um die dort haltende Stadtbahn zu erreichen. Dabei übersah sie offenbar eine 30-Jährige, die mit ihrem Skoda in Richtung Stadtmitte fuhr. Die Frau wurde von der rechten Fahrzeugfront erfasst, prallte gegen den Holm der Beifahrerseite und stürzte auf den Boden. Sie kam mit schweren Schädelverletzungen in die MHH. Der Zustand der 45-Jährigen sei weiterhin kritisch, hieß es am Mittwochnachmittag.

Die Untersuchung des Unfalls durch die Polizei dauert noch an. Dabei gehen die Ermittler unter anderem der Frage nach, ob die Autofahrerin sich an die vorgeschriebenen 50 Kilometer pro Stunde hielt. Es gebe bislang allerdings keine Hinweise auf zu hohes Tempo, betonte ein Polizeisprecher.

Der Unfall dürfte die Diskussion neu entfachen, ob der Abschnitt sicher genug ist. Im Juni 2014 war eine Neunjährige an fast der gleichen Stelle – etwa 50 Meter weiter stadteinwärts – verunglückt. Das Mädchen wollte damals vom Bus in Richtung Stadtbahn laufen. Daraufhin ließen die Behörden die Bushaltestelle in Richtung Ampelkreuzung versetzen. Bereites 2007 hatte es im Umfeld der Haltestelle einen ebenfalls tödlichen Unfall gegeben.

Die Laatzener Stadtverwaltung erläuterte gestern auf Anfrage, dass für Januar ein Ortstermin anberaumt sei, um über die Verkehrssituation zu sprechen. Geladen seien Vertreter von Region, Polizei und Stadtverwaltung. Der stellvertretende Laatzener Bürgermeister Siegfried-Karl Guder bekräftigte gestern die Forderung, die Stadtbahnhaltestelle von der Straße abzutrennen. „Die Üstra hätte endlich mal einen Zaun ziehen sollen“, findet Guder. Dies hätten Ratspolitiker wiederholt angemahnt.

Verbesserungen erhofft sich die Region vom Bau des geplanten Hochbahnsteigs, der eigentlich in diesem Jahr hätte gebaut werden sollen. Aus finanziellen Gründen wurde das Vorhaben jedoch verschoben, die Fertigstellung ist nun für Dezember 2017 geplant.

Nach Angaben von Stefan Harcke, Geschäftsführer der zuständigen Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra), werden der Hochbahnsteig sowie eine im Süden angrenzende Fahrradabstellanlage natürliche Barrieren für Fußgänger darstellen. „Es gibt dann keinen Anreiz mehr, die Straße abseits der Ampelanlagen zu überqueren“, hofft Harcke.

doc6ns17m2f0x31m90a4idf

Fotostrecke Laatzen: Unfall an Erich-Panitz-Straße wirft Fragen auf

Zur Bildergalerie

Von Johannes Dorndorf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6qdih23rflvylyl82te
Kinder sind beim Nabu dem Biber auf der Spur

Fotostrecke Laatzen: Kinder sind beim Nabu dem Biber auf der Spur