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VW-Skandal belastet Laatzener Stadtkasse

Laatzen VW-Skandal belastet Laatzener Stadtkasse

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW kommt auch Kommunen wie Laatzen teuer zu stehen. Die Stadtverwaltung befürchtet mögliche Einnahmeausfällen von einer Million Euro im Jahr 2016. Bislang sind die Schätzungen noch vage.

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Der VW-Abgasskandal belastet die Laatzener Stadtkasse.

Quelle: Julian Stratenschulte

Laatzen. Dass die Krise des Autobauers VW die großen Produktionsstandorte wie Wolfsburg und Hannover wegen zu erwartender Gewerbesteuerausfälle treffen dürfte, ist bekannt. Aber auch andere Kommunen könnte der Skandal finanziell belasten. "Es wird Laatzen über den Finanzausgleich treffen", sagte Bürgermeister Jürgen Köhne im Vorfeld der Ratssitzung am Donnerstagabend, in dem er den Etatentwurf für 2016 vorstellen will. Es sei zu befürchten, dass "die unsägliche Geschichte von VW" dazu führt, dass der Konzern weniger Steuern zahlt - und sich deshalb auch die Mittel, die über den kommunalen Finanzausgleich verteilt werden, verringern.

Konkret geht es um die sogenannten Schlüsselzuweisungen, die eine wichtige Einnahmequelle für die Städte und Gemeinden darstellen: Im vergangenen Jahr erhielt die Stadt Laatzen rund elf Millionen Euro - ein Achtel des Gesamtetats. Diese Zuweisungen speisen sich unter anderem aus dem Landesanteil der Körperschaftssteuer. "Es gibt Hochrechnungen, die sagen, dass das Land wegen der Rückstellungen bei VW 100 Millionen Euro weniger an Körperschaftssteuer einnehmen wird", sage Harald Reicke, Teamleiter Finanzen in der Laatzener Stadtverwaltung. Entsprechend kleiner werde der Betrag sein, den das Land an die Kommunen weiterreicht. Nach Schätzungen von Kommunalexperten wären dies im kommenden Jahr 25 Euro pro Einwohner weniger, berichtet Reicke. Im Fall der Stadt Laatzen läge das Minus unterm Strich also bei einer Million Euro.

Die Angaben sind allerdings noch wenig verlässlich, betonen Köhne und Reicke. In den Etatentwurf für 2016 würden sie daher noch nicht eingearbeitet.

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