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Vereine reparieren Räder für Flüchtlinge

Laatzen/Rethen Vereine reparieren Räder für Flüchtlinge

Bei der Fahrradwerkstatt des Netzwerks für Flüchtlinge engagieren sich nun auch der Stahlradverein sowie die Ortsgruppe des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) Laatzen. Ein- bis zweimal in der Woche reparieren die Helfer ehrenamtlich gespendete und dringend benötigte Räder für Schutzsuchende.

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Alkakaa Alkhatib (von links), Thomas Hebecker (Stahlradverein), Friedrich Schleenbecker (Stahlradverein), Rüdiger Janecke (ADFC), Dieter Sasse (Netzwerk für Flüchtlinge) und Karl Krüger (ADFC, Netzwerk für Flüchtlinge) reparieren Fahrräder vor der Werkstatt neben dem Getränkemarkt Sitt an der Hildesheimer Straße in Rethen. Beim Fahrrad von Ari (9) haben die Helfer soeben das Licht instand gesetzt.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen/Rethen. Seit einem Jahr gibt es die Fahrradwerkstatt. Nachdem anfangs der Laatzener Erich Golnik die Räder mit Schutzsuchenden in seiner Garage reparierte, steht dem Netzwerk dafür seit April eine Lagerhalle in Rethen zur Verfügung bereit. "Es gibt eigentlich immer etwas zu tun, die Werkstatt wird gut angenommen, und es werden auch immer wieder neue Fahrräder benötigt", sagt Erich Sasse vom Netzwerk, der regelmäßig mithilft.

Um die Anfragen bewältigen zu können, haben sich die Ehrenamtlichen nun fachkundige Hilfe geholt. Seit Neustem kommen ein- bis zweimal wöchentlich Mitglieder der Laatzener ADFC Ortsgruppe sowie des Stahlradvereins Laatzen in die Werkstatt. "Herr Sasse ist an uns herangetreten und hat gefragt, ob wir nicht bei der Reparatur mithelfen können", sagt Rüdiger Janecke vom ADFC. Mit dem kleinen Team der Fahrradwerkstatt sei die Menge an Reparaturen kaum noch zu schaffen gewesen.

"Wir bringen unsere Kenntnisse ein und helfen bei der Beschaffung von Ersatzteilen", sagt Friedrich Schleenbecker vom Stahlradverein. Jeweils zwei bis vier Vereinsmitglieder sind stets dabei und zeigen Ehrenamtlichen und Flüchtlingen, worauf sie bei der Reparatur achten müssen, damit die Räder verkehrssicher bleiben.

Die Vereinsmitglieder und Ehrenamtlichen sind nicht immer zur gleichen Zeiten vor Ort. "Wir verabreden uns von Woche zu Woche", sagt Rüdiger Janecke vom ADFC. Einige sind aber zu den festen Öffnungszeiten samstags von 10 bis 12 Uhr in der Lagerhalle, die etwas versteckt neben dem Getränkemarkt Sitt an der Hildesheimer Straße 310 in Rethen liegt. Dort nehmen sie weiterhin gebrauchte Fahrräder an. Insbesondere bei Flüchtlingen, die in der Sammelunterkunft an der Gutenbergstraße wohnen, sei der Bedarf groß. Die Räder müssten zunächst nicht verkehrssicher sein, sollten aber mit überschaubarem Aufwand repariert werden können, sagt Sasse: "Wir brauchen auch immer neue oder gut erhaltene Ersatzteile, zum Beispiel Klingeln oder Fahrradlicht."

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Von Daniel Junker

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