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Vereine wünschen Vermittler

Laatzen Vereine wünschen Vermittler

Erstmals hat die Stadt Laatzen ein Forum für Städtepartnerschaft organisiert. 35 Vertreter von 20 Sport- und Musikvereinen sowie politischen Organisationen kamen am Donnerstag ins Stadthaus, um über ihre Erfahrungen zu berichten und Vorschläge für eine verbesserte Kontaktpflege zu machen.

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Vertreter von Vereinen, Verbänden und Ortspolitiker tauschen sich beim ersten Forum für Städtepartnerschaften im Stadthaus über ihre Erfahrun-
gen mit ihren internationalen Begegnungen aus.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Viele der Anwesenden haben bereits regen Austausch mit Laatzens Partnerstädten Grand Quevilly, Waidhofen, Guben und Gubin. Manche pflegen aber auch Kontakte zu Orten, mit denen keine offizielle Partnerschaft besteht. Bei dem Treffen tauschten sich die Anwesenden vor allem über die bestehenden Rahmenbedingungen aus. Zudem machten die Vereinsvertreter Vorschläge und äußerten Wünsche zur zukünftigen Gestaltung der Begegnungen. Insbesondere wurde der Ruf nach einem zentralen Ansprechpartner für die Vereine bei der Stadt laut.

„Man muss den Vereinen die Möglichkeit geben, Kontakte zu knüpfen, sonst geht es nicht“, sagte Klaus Kurtz vom Fischereiverein Laatzen. Die Angler würden gern Verbindung zu einem Verein in Grand Quevilly aufnehmen, wüssten aber nicht wie. Andere Vereinsvertreter äußerten sich ähnlich. „Wir können uns gut vorstellen, etwas mit den Gartenfreunden in Grand Quevilly zu machen“, sagte Karl-Heinz Weigel vom Verein der Gartenfreunde Laatzen. „Wir wissen aber gar nicht, was es dort überhaupt gibt.“ Andere Wünsche bezogen sich auf finanzielle Unterstützung, die Vermittlung von Schlafmöglichkeiten und Verständigungshilfen. Auch seitens der Partnerstädte gibt es Bedarf. „Ich habe von französischer Seite vermittelt bekommen, dass es schwierig ist, den Austausch aufrechtzuerhalten, weil es in Laatzen keine Ansprechpartner gibt“, sagte Ratsherr Heiko Schönemann (Piraten).

Mehrere Beteiligte berichteten, dass Kontakte über die Jahre eingeschlafen seien - so auch Dirk Kuhlmann von der Volleyballabteilung der SpVg Laatzen, der seit 31 Jahren Begegnungen mit der französischen Partnerstadt pflegt: „Der Austausch mit Grand Quevilly wird grundsätzlich weniger.“ Das habe wohl auch damit zu tun, dass zu wenig Jugendliche in den Vereinen nachkämen. „Wenn ich irgendwann aufhöre, reißt wahrscheinlich der ganze Austausch ab“, sagte er.

Bernd Stuckenberg (SPD) gab zu bedenken, dass der Austausch von beiden Seiten gestaltet werden müsse. „Wir müssen die Partnerstädte anstoßen, damit sie sich ebenfalls um Kontakte bemühen“, meinte er.

Die Beteiligten einigten sich darauf, dass die Stadt das Forum regelmäßig organisieren soll.

Von Daniel Junker

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