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So entwickelte sich Germania in 108 Jahren

Grasdorf So entwickelte sich Germania in 108 Jahren

Seit 108 Jahren gibt es den Sportverein Germania Grasdorf. Was einst mit ein paar Fußball spielenden Männern begann, ist bis heute zu einem weitestgehend konstant knapp 600 Mitglieder zählenden Verein mit drei Sparten herangewachsen. Auch als Veranstalter des Winterballs hat der Verein einen Namen.

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Sie sind nicht nur erfolgreiche Sportler und können arbeiten sondern verstehen es auch zu feiern: Mitglieder des SV Germania Grasdorf.

Quelle: Lippelt, privat (2)

Grasdorf. Die Vereinsgeschichte von Germania Grasdorf reicht fast 110 Jahre zurück: Seinerzeit soll sich eine Gruppe Halbwüchsiger regelmäßig in einer Gaststätte zum Pfeiferauchen getroffen haben – bis deren Väter davon erfuhren und den Klub auflösten. Statt weiter zu Paffen entdeckten die jungen Männer das Fußballspiel und gründeten am 22. März 1908 den Sportverein "Germania von 1908" Grasdorf. Aus eigenen Mitteln seien einheitliche Trikots und Hosen angeschafft worden, wobei man sich auf die Farben "schwarz-weiß" einigte, heißt es dazu in der Vereinschronik.

Fußball ist die älteste und bis heute größte Sparte des Vereins, wenngleich es mit Tischtennis und Gymnastik nunmehr noch zwei weitere gibt. Zu den größten Erfolgen zählt der Verein die sechsmalige Teilnahme der Ü-32-Fußballmannschaft an der „inoffiziellen Deutschen Meisterschaft“. 2010 und 2012 wurde das Ü-32-Team Niedersachsenmeister, 2011 Vizemeister – Erfolge, die auch die C-Junioren schon feierten.

Überhaupt die Jugend: Von den aktuell 588 Mitgliedern im Alter von 3 bis 92 Jahren sind bei Germania fast die Hälfte im Kinder- und Jugendbereich aktiv. Zu den besonderen Angeboten des Vereins gehören für den langjährigen Vorsitzenden Wolfgang Weiland die "Ballschule" für die Vier- bis Sechsjährigen sowie eine gezielte "Torwartschule", die weit über die Stadtgrenzen hinweg bekannt ist. Auch das DFB-Mobil macht immer wieder Stopp in Grasdorf und in den Osterferien gibt es eine Fußballschule für interessierte Jungen und Mädchen. Während es in den unteren Jahrgängen kaum Nachwuchssorgen gibt, werde es bei den älteren ab der C-Jugend schon schwieriger, so Weiland: "Hier sind wir bemüht, die Jugendlichen vor Ort zu halten, indem Spielgemeinschaften mit anderen lokalen Vereinen geschlossen werden."

Wichtig für den Zusammenhalt sind auch gemeinsame Projekte und Arbeitseinsätze. Unter anderem packten Mitglieder 2014 bei der Reparatur der Flutlichtanlage mit an und wurde 2006 auf Initiative von Werner Lesching und dank vieler tatkräftiger Helfer die neu überdachte Sitz- und Stehplatztribüne in dem nach dem Ehrenvorsitzenden Helmut-Simnack benannten Stadion fertig gestellt. Der Erhalt des von 1976 bis 1980 in Eigenregie errichteten Vereinsheims mit Klubgaststätte und Sanitärtrakt fordert ebenfalls große Anstrengung, auch und gerade finanzieller Art.

Doch Germania ist nicht nur als Sportverein bekannt sondern hat sich auch als Festveranstalter einen Namen gemacht. Der "positiv verrückte" Stephan Schünemann und sein Team denken sich dafür immer wieder ein neues Motto und Aktionen aus und locken so alljährlich Hunderte in die Halle an der Ohestraße. Was sich der Verein wünscht? Einen von der Stadt als Eigentümerin der Sportplätze errichteten Kunstrasenplatz mit Flutlicht auf der Anlage von Germania, sagt Weiland: "Das wäre ein Traum."

Kontakt zum Verein

Wer dem Sportverein Germania Grasdorf von 1908 beitreten will, zahlt als aktiver Jugendlicher oder Erwachsener jährlich zwischen 150 und 186 Euro, wobei die von Beitragspflichtigen monatlich zu zahlenden 
2 Euro Sanierungsgeld darin bereits enthalten ist. Der Verein gewährt auf Antrag Ermäßigungen, auch für Familien. Für Fragen sind neben dem Vorsitzenden Wolfgang Weiland unter Telefon (05 11) 82 46 78 auch die übrigen Vorstände sowie die Spartenleiter und Trainer erreichbar. Die Kontaktdaten sind auf der Internetseite sv-germania-grasdof.de zu finden.

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Von Astrid Köhler

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