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Verwaltung drängt auf Kanalsanierung

Laatzen Verwaltung drängt auf Kanalsanierung

Es klingt besorgniserregend, was die Laatzener Verwaltung über die Niederschlags- und Schmutzwasserkanäle der Marktstraße zu sagen hat. Weil die Kanäle marode und zu klein sind, drohe schlimmstenfalls ohne baldige Sanierung die Überflutung des Leine-Centers.

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Die Kanäle unterhalb der Marktstraße und des Leine-Centers gelten als marode und zu klein. Die Verwaltung drängt auf eine schnelle Sanierung und Entlastung, weil im ungünstigen Fall das Einkaufszentrum überflutet werden könnte. .

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Ein vollständiger Verzicht auf die öffentlichen Kanäle, die vor mehr als 40 Jahren mit dem privaten Einkaufszentrum überbaut wurden, sei zwar nicht zu realisieren, teilte der Erste Stadtrat Albrecht Dürr dem Stadtentwicklungsausschuss mit: "Es ist aber dringend angeraten, diese Kanäle maßgeblich zu entlasten und das Wasser soweit wie möglich über Trassen unter Straßen zu führen."

Das Hildesheimer Ingenieurbüro Pabsch und Partner hatte dazu seit 2009 ein Konzept erarbeitet und unter anderem einen 330 Meter langen Stauraumkanal mit 1,50 Meter Durchmesser empfohlen, der bei Starkregen Wasser zwischenspeichert und zeitverzögert abgibt. Im Zuge des ersten Bauabschnitts der Marktstraße von der Wülferoder Straße bis zur Robert-Koch-Straße wurden bereits 86 Meter verbaut. Doch das reiche nicht aus, so Dürr: "Es fehlen noch rund 244 Meter Stauraumkanal im zweiten Bauabschnitt der Marktstraße." Erst wenn dieser hergestellt sei, könne die Überflutungsgefahr des Leine-Centers bei Starkregen weiter minimiert werden.

Den zweiten Bauabschnitt der Marktstraße umzusetzen sei "dringend ratsam", so der Erste Stadtrat, zumal es auch Handlungsbedarf beim Schmutzwasserkanal gibt, der mit dem Bau von mehr als 200 Wohneinheiten auf dem Gelände der früheren Rentenversicherung bald noch stärker belastet wird.

Die Bau- und Planungskosten der Kanalsanierung im zweiten Bauabschnitt (Robert-Koch-Straße bis Albert-Schweitzer-Straße) schätzt die Verwaltung auf 842 600 Euro. Die Stadt spare Geld für die Oberflächenwiederherstellung, wenn sie zeitgleich die Marktstraße umbaue, denn das werde zu zwei Drittel mit Fördergeld bezuschusst, betonte Dürr: "Wird die Marktstraße hingegen nicht weiter umgestaltet, müssen die Kanalbaumaßnahmen dennoch erfolgen, werden teurer, und der Straßenzug wird ebenfalls eine monatelange Baumaßnahme, ohne dass die Bürger danach einen Fortschritt sehen."

Fachausschuss tagt

Der Zustand der Kanäle ist am Montag, 28. September, Thema im Stadtentwicklungsausschuss. Die öffentliche Sitzung in Rathauszimmer 503 am Marktplatz 13 beginnt um 18 Uhr.

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