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Vier Nationen im Jugendcamp

Laatzen-Mitte Vier Nationen im Jugendcamp

Wenn Menschen aus unterschiedlichen Nationen aufeinandertreffen, sind sprachliche Stolperfallen häufig nicht weit. Das haben auch die Teilnehmer eines Jugendcamps erfahren - und sich dennoch ausgezeichnet verstanden.

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Die Jugendlichen präsentieren im Jugendzentrum die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Quelle: Lehmann

Laatzen. Das Wort Handy zum Beispiel gebe es nur im deutschen Sprachgebrauch, sagt Jugendpfleger Stefan Sievers. Und Franzosen verbinden mit dem Wort Disco eine Feier mit Musik aus den Siebzigerjahren, der Hochzeit dieser Musikrichtung. „Deshalb richten wir zum Abschied eine Party und keinen Discoabend aus“, sagt Sievers augenzwinkernd mit Blick auf das internationale Jugendcamp in Laatzen, das nun nach zwölf Tagen zu Ende geht. Jugendliche aus vier Nationen nahmen daran teil.

„Es war eine tolle Erfahrung“, lautet das Fazit der 16-jährigen Teilnehmer Franziska und Sebastian aus Guben in Brandenburg. „Besonders beeindruckt hat uns das Simulationsspiel.“ Mit weiteren 33 Jugendlichen aus Laatzen, den Partnerstädten Grand Quevilly in Frankreich, Gubin in Polen sowie Ness Ziona, der israelischen Partnerstadt von Grand Quevilly, verständigten sie sich auf Englisch. Das habe auch gut geklappt, obwohl die Themen nicht immer einfach waren, hieß es übereinstimmend. In dem Simulationsspiel waren die Jugendlichen zum Beispiel in die Rolle von EU-Politikern geschlüpft und hatten über den Umgang mit Flüchtlingen debattiert. „Alle waren sich einig, dass geholfen werden muss“, sagt Sievers. „Über die Details wurde zum Teil ausführlich diskutiert, genau wie in der realen Politik.“

Die Jugendlichen wollen das Thema auch in ihren Heimatstädten weiter verfolgen. Sie planen Treffen mit den Bürgermeistern ihrer Städte und öffentliche Aktionen, um auf die Thematik aufmerksam zu machen.

Aufregend sei auch das Unwetter in der Nacht zu Dienstag der vergangenen Woche gewesen. „Wir haben mitten in der Nacht alle aus ihren Zelten geholt und hier im Jugendzentrum untergebracht“, erzählt Sievers. Besonders die Israelis seien von dem wechselhaften deutschen Wetter beeindruckt gewesen. „Sie haben alles erlebt, von großer Hitze bis zum Sturm. Nur Schnee fehlte noch“, sagt Sievers.

Lob gab es von den Gästen für Laatzen. Die Stadt sei „sehr grün“ befanden sie. Sievers bedankte sich am Ende bei den Laatzenern, die während des Camps ehrenamtlich geholfen hatten. „Diese ist auch nach Auskunft der internationalen Teilnehmer außergewöhnlich gut gewesen“, sagt er.

Von Tobias Lehmann

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