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Mühsame Stellvertreterwahlen im Ortsrat Laatzen

Laatzen Mühsame Stellvertreterwahlen im Ortsrat Laatzen

Laatzens alter und neuer Ortsbürgermeister heißt Alexander Muschal. Seine Wahl bei der ersten Sitzung des Ortsrates Laatzen dauerte am Dienstag kaum 20 Sekunden. Viel Zeit erforderte dafür die geheimen Wahlen seiner Stellvertreter Siegfried-Karl Guder (CDU) und Britt Wischhusen (Grüne): 69 Minuten.

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Das ging schnell: Wahlleiter Peter Glies (rechts) gratuliert dem alten und neuen Ortsbürgermeister von Laatzen Alexander Muschal (SPD).

Quelle: Köhler

Laatzen. Bei der Wahl Guders hatte zunächst der Grüne Gerd Apportin geheime Abstimmung beantragt. Dies brachte bei 16 abgegebenen und gültigen Stimmen zwei Neinstimmen und eine Enthaltung zutage. Bei der Wahl Wischhusens zur stellvertretenden  Ortsbürgermeisterin dann beantragte Guder geheime Abstimmung. In der Folge waren nicht nur zwei Wahlgänge erforderlich, der zweite musste wegen fehlerhafter Stimmzettel sogar noch wiederholt werden.

Möglich war dies unter anderem weil in den Reihen der neunköpfigen Gruppe SPD/Grüne/Linke ein Ortsratsmitglied - Hannelore Stendel - entschuldigt fehlte. Damit kam es in dem 17 Mitglieder zählenden  Gremium zu einem Patt.

"Ich verstehe nicht, warum das so schwierig ist. Es geht doch darum, wer zu den 80. Geburtstagen geht", sagte Wischhusen in einer der vielen  Sitzungsunterbrechungen zur Vorbereitung der geheimen Wahlen. Im ersten Durchgang hatte sie nur acht Stimme auf sich vereinen können - eine weniger als für die Mehrheit erforderlich. Drei Ortsratsmitglieder hatten mit Nein gestimmt, fünft weitere hatten sich enthalten.

Im zweiten Wahlgang reichte zwar die einfache Mehrheit, doch stellte sich die Wahlzettel als fehlerhaft heraus: Anders als bei den vorangegangenen  Wahlen fand sich auf dem Zettel nur noch der Name und ein Kreis, nicht aber wie erforderlich drei für Ja, Nein und Enthaltung.

Den Einwand von Jürgen Köhne, die Mehrheit reiche, ließ Dirk Weißleder nicht stehen. "Das ist nicht gegen die Kandidatin, aber wie wollen Sie sonst die Nein-Stimmen feststellen?". Der FDP-Politiker beantragte die Wiederholung des zweiten Wahlganges, so dass die Ortsratsmitglieder  zum vierten Mal an diesem Abend in alphabetischer Reihenfolge zur provisorisch aus einem Tisch und einer Stellwand zusammengeschobenen  Wahlkabine schritten.

Um 19.17 Uhr dann, 69 Minuten nach dem Aufruf des Tagsordnungspunktes, verkündete Ortsbürgermeister Muschal das Ergebnis: Britt Wischhusen war mit elf Ja-Stimmen zur zweiten stellvertretenden Ortsbürgermeisterin gewählt. Vier Gremiumsmitglieder hatten Nein angekreuzt und eines sich enthalten.

Beide Stellverterter - Guder und Wischhusen - nahmen die Wahl an.

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Von Astrid Köhler

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