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Was wird aus ZAQ und Tafel?

Laatzen Was wird aus ZAQ und Tafel?

Die Zukunft der Laatzener Tafel und des Zentrums für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) an der Karlsruher Straße ist ungewiss. Die Deutsche Messe AG will das Grundstück mitsamt der 23 000 Quadratmeter großen Halle verkaufen. Was dann aus den sozialen Einrichtungen auf dem Gelände wird, ist offen.

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Bald werden hier keine Lastwagen mehr rollen: Edeka Minden-Hannover schließt das Lager in Laatzen .

Quelle: Zerm

Alt-Laatzen. „Wir haben keinen Plan, wie es weiter geht“, sagt Gerold Brockmann, Geschäftsführer der Leine-VHS, die das ZAQ betreibt. Die Deutsche Messe AG will das 43 000 Quadratmeter große Grundstück mitsamt der Halle verkaufen, in der das ZAQ und die Laatzener Tafel ihre Räume haben.

Grund ist der Umzug des Hauptmieters: Seit Oktober 2008 nutzt Edeka Minden-Hannover etwa zwei Drittel der Halle, um Trockenwaren zu lagern. Spätestens zum Mai 2015 soll die Immobilie an die Deutsche Messe AG zurückgegeben werden. Edeka hat ein neues Zentrallager in Lauenau gebaut.

Die Messe AG ist laut einer Sprecherin bereits mit potentiellen Käufern im Gespräch. „Die Thematik mit der VHS ist uns sehr wohl bewusst“, heißt es. Doch ob ein potentieller Käufer der Liegenschaft VHS und Tafel weiterhin im Gebäude haben möchte, ist ungewiss.

Hinzu kommt, dass die Tafel als Untermieter der Leine-VHS sehr günstige Mietkonditionen hat. „Es wird schwierig, etwas Vergleichbares zu finden“, sagt Brockmann, der auch zweiter Vorsitzender der Laatzener Tafel ist. Die Kosten für die Tafel würden bei einem Umzug definitiv steigen. Zumal die Tafel wie auch die benachbarten sozialen Kaufhäuser des ZAQ davon profitieren, dass sie unmittelbar nebeneinander liegen.

Das ZAQ betreibt in dem Gebäude ein soziales Möbelhaus, einen Secondhandladen, einen sozialen Kinderladen, eine Metallwerkstatt und eine Fahrradwerkstatt. In den oberen Räumen finden Integrationskurse statt. Außerdem nutzt das Jobcenter die Räume als Anlaufstelle für junge, sozial benachteiligte Menschen, die besondere Unterstützung benötigen.

Außer der Leine-VHS und der Laatzener Tafel sind auch noch ein Partyservice und der Autovermieter Sixt auf dem Gelände, das nun zum Verkauf steht. Letzterer wartet erst einmal ab, wie es mit dem Grundstück weitergeht. Und auch der Geschäftsführer der Leine-VHS hofft, dass die sozialen Einrichtungen auch nach einem Eigentümerwechsel auf dem Gelände bleiben dürfen.

Von Stephanie Zerm

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