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Viele Fragen zur Flüchtlingsunterkunft

Laatzen-Mitte Viele Fragen zur Flüchtlingsunterkunft

Rund 60 Besucher haben sich am Donnerstagabend über die anstehende Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft in der Sporthalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums informiert. Fragen gab es vor allem zum Thema Sicherheit.

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Der Laatzener Polizeichef Uwe Wollburg (von links), Bürgermeister Jürgen Köhne, Stadtrat Stefan Zeilinger, Janike Kreinhacke vom Unterkunftsbetreiber DRK und Petra Herrmann vom Laatzener Netzwerk für Flüchtlinge informieren die Bürger zur anstehenden Belegung der Sporthalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums mit Flüchtlingen.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Nach zwei schulinternen Informationsveranstaltungen am Mittwoch konnten sich nun auch Anwohner über die Situation informieren. "Welche Sicherheitsmaßnahmen sind geplant?", wollte die Mutter einer Schülerin wissen. Stadtrat Stefan Zeilinger erklärte, dass der Eingangsbereich der Sporthalle II mit einem Sichtschutzzaun von der Umgebung abgeschottet und die Durchgangsflure zur Sporthalle I verschlossen werden; die Flüchtlinge würden die Halle durch einen der rückseitigen Notausgänge betreten. Der Haupteingang bleibe weiterhin Schülern und Vereinen vorbehalten.

Zudem seien zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienst 24 Stunden am Tag vor Ort. "Sie machen einmal in der Stunde einen Rundgang und zeigen, dass sie präsent sind", sagte Janike Kreinhacke vom Betreiber DRK. Und: "Es wird Einlasskontrollen geben, damit keiner in die Halle kommt, der dort nicht hingehört." Ein Besucher äußerte sich skeptisch: "Zwei Sicherheitsleute, das klingt nicht so sicher." Ein anderer wies darauf hin, dass auch das benachbarte Gelände der Grundschule Pestalozzistraße von mehreren Seiten frei zugänglich sei.

"Wir werden beobachten, wie sich die Situation entwickelt", versicherte Laatzens Polizeichef Uwe Wollburg. Die Beamten würden dort vermehrt Streife fahren. In Notfällen könnten könnten Polizisten der Verfügungseinheit sowie Beamte aus dem gesamten Gebiet der Polizeidirektion Hannover hinzugezogen werden. Sollten Bürger verdächtige Personen beobachten, sollten sie sofort die Polizei informieren.

Mehrere Bürger äußerte Bedenken über die Anzahl der Menschen, die in Laatzen-Mitte untergebracht werden. "In einer Entfernung von rund einem Kilometer um das Erich-Kästner-Schulzentrum und die Grundschule Pestalozzistraße wohnen bald bis zu 450 Flüchtlinge", sagte die Mutter einer Schülerin mit Verweis auf die neue Unterkunft im Bürogebäude an der Gutenbergstraße, das einmal bis zu 240 Menschen fassen soll. Stadtrat Zeilinger erinnerte daran, dass Laatzen ein sehr verdichteter Ballungsraum sei. "Da bleibt es nicht aus, dass hier auch viele Flüchtlinge untergebracht werden." Er wies aber darauf hin, dass die Sporthalle nur vorübergehend als Unterkunft genutzt werden soll -  nach den Sommerferien will die Stadt sie wieder freigeben. Gymnasialleiterin Hella Kohl hat bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass wegen der Belegung der Halle kein Sportunterricht ausfallen werde - die Schüler müssten jedoch zusammerücken.

"Es ist uns ein Anliegen, dass jeder, der in der Sporthalle untergebracht wird, schnell wieder umziehen kann", sagte Petra Herrmann vom Netzwerk für Flüchtlinge. Herrmann bat die Laatzener, sich zu engagieren. "In den nächsten Tagen soll die Internetseite des Netzwerks unter der Domain willkommen-in-laatzen.de freigeschaltet werden. Dort können sich die Bürger informieren, die Flüchtlinge unterstützen wollen."

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Nur etwa 60 Besucher kommen zur Informationsveranstaltung zur anstehenden Belegung der Sporthalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums mit Flüchtlingen.

Infoabend Flüchtlinge EKS

Quelle: Daniel Junker

Von Daniel Junker

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