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Wieder Einbruchsversuch in Apotheke

Laatzen-Mitte Wieder Einbruchsversuch in Apotheke

Die Serie an Einbrüchen oder Einbruchsversuchen in Laatzener Apotheken reißt nicht ab: In der Nacht zu Montag haben Unbekannte nun versucht, in die Delphin-Apotheke am Wehrbusch einzusteigen. Ein aufgeweckter Anwohner verhinderte größere Schäden.

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Ruhestörungen und Vandalismus sind nicht neu für die Anwohner und Geschäftstreibenden am Wehrbusch. Die Volksbank reagiert mit der Schließung des SB-Bereichs mit Geldautomaten von 20 bis 6 Uhr.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Das Glas der Hintertür ist großflächig zersplittert - aber es hält noch. Wer auch immer auf die Tür eingetreten oder dagegengeschlagen hat, kam nicht weit: Anwohner Jaswinder Singh schreckten die ungewöhnlichen Geräusche aus dem Schlaf auf. Der Hausbesitzer, der im selben Gebäude seinen Kiosk betreibt und der von vielen nur „Chef“ genannt wird, sah daraufhin nach dem Rechten. Dabei vertrieb er offenbar den oder die Einbrecher. Als Singh auf den Hinterhof kam, sah er nur die kaputte Tür. Er rief die Polizei, die den Tatort untersuchte.

Zwar hätten Einbrecher im Januar 2014 seinen Kiosk und im darauffolgenden Sommer das benachbarte Restaurant im Gebäude heimgesucht, erzählt Singh. Zuletzt sei es aber eher ruhig gewesen. „Ich kenne alle hier“, sagt der Geschäftsmann, der seit mehr als 30 Jahren in Laatzen lebt. Er bedauere, dass er nicht noch schneller geschaltet habe, um den oder die Täter zu sehen oder der Polizei zu melden.

In der Straße Am Wehrbusch gibt es immer wieder Fälle von Vandalismus, Ruhestörungen und auch Kundenbelästigungen. Aufgrund der „Unannehmlichkeiten“ hatte die dort ebenfalls ansässige Volksbank zuletzt entschieden, „zur Sicherheit und im Interesse aller“ ihren SB-Schalter in der Zeit von 20 bis 6 Uhr zu schließen. In dem Vorraum sollen sich regelmäßig Gruppen aufgehalten, Karten gespielt und Bankkunden wegen Geld angebettelt haben. Per Aushang bittet die Bank um Verständnis und verweist ihre Kunden auf ihre Filiale in Döhren.

Seit etwa einem Jahr werden in Laatzen verstärkt Einbrüche in Geschäfte und vor allem in Apotheken gemeldet. In einige Apotheken wie die St.-Johannis-Apotheke wurde sogar sieben Mal eingebrochen oder es wurde zumindest versucht. In den Folgemonaten nahm die Polizei mehrere mutmaßliche Täter fest, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelte.

In diesem Monat hat das Amtsgericht Hannover die Urteile gegen fünf Einbrecher gesprochen: Die 17- bis 24-Jährigen aus Laatzen, denen außer den Apothekeneinbrüchen in drei unterschiedlichen Verfahren noch weitere Straftaten zu Last gelegt werden, erhielten Gefängnisstrafen zwischen einem Jahr und zweieinhalb Jahren. Gegen einen sechsten Einbrecher, einen weiteren 17-Jährigen, wurde eine Jugendstrafe verhängt und zur Bewährung ausgesetzt.

von Astrid Köhler

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