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Wilde Fasane spazieren durch Ingeln-Oesselse

Ingeln-Oesselse Wilde Fasane spazieren durch Ingeln-Oesselse

Sie sind vielerorts nicht mehr zu sehen, doch in Ingeln-Oesselse haben einige einen Stammfutterplatz gefunden: Margot Arnold bekommt jedes Jahr Besuch von bunten Fasanen.

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Fasane - hier eine Aufnahme bei Sehnde - sind seit einiger Zeit auch in Oesselse heimisch.

Quelle: dpa

Laatzen. Wenn Margot Arnold auf ihrer Terrasse in Oesselse sitzt, hat sie immer ein paar Weizenkörner dabei. Man weiß ja nie, welche Gäste unverhofft zum Essen erscheinen.

Tatsächlich kommt fast täglich Überraschungsbesuch direkt in Arnolds Garten stolziert, kräht ein kurzes „Göö-Kök“ und wartet auf leckere Krumen. Denn vor etwa zwei Jahren haben sich im Ort wilde Fasane angesiedelt. „Sie brüten in den Gärten und ziehen dort ihren Nachwuchs auf“, weiß Ortsbürgermeister Heinrich Hennies. „Vor allem im alten Oesselser Kern leben die Tiere.“ In der Brunftzeit im Frühjahr höre man die Männchen oft um das Revier kämpfen und mit den Flügeln schlagen. „Später kann man dann den gefiederten Nachwuchs durch den Ort marschieren sehen.“

Ein in Niedersachsen mittlerweile seltener Anblick, denn in den vergangenen Jahren hat sich der Bestand mehr als halbiert. Viele Jungtiere sterben. Die Ursache könnte darin liegen, dass die Tiere, die sich größtenteils von Insekten ernähren, immer weniger Nahrung finden.

Bei Margot Arnold und ihrem Mann Fritz, die in Oesselse direkt am Feldrand leben, finden die Tiere jedoch immer einen reich gedeckten Tisch. „Wir füttern sie mit Weizen und Haferflocken“, erzählt Margot Arnold. „Und das merken sie sich.“ Bereits seit mehreren Jahren kommen sie regelmäßig auf Stippvisite in Arnolds Garten. „Dieses Jahr kam sogar eine Henne mit neun Küken“, berichtet die Oesselserin voller Stolz.

„Die Tiere bereichern das Ortsbild ungemein“, findet auch Ortsbürgermeister Hennies - und hofft, dass der Fasanennachwuchs nicht den Nachbarskatzen zum Opfer fällt.

Von Stephanie Zerm

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