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Wohnhäuser statt Container

Alt-Laatzen Wohnhäuser statt Container

Container für Flüchtlinge sind teuer und wenig nachhaltig. Das Wohnungsunternehmen KSG Hannover plant nun, in Alt-Laatzen ein Mehrfamilienhaus für Flüchtlinge zu errichten, das später für Sozialwohnungen genutzt werden kann.

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Wohncontainer für Flüchtlinge.

Quelle: Rainer Droese

Laatzen. Seit einigen Wochen ist die KSG mit der Stadt Laatzen im Gespräch. Es geht um eine Fläche in Alt-Laatzen, die derzeit in städtischem Eigentum ist, wie der Erste Stadtrat Albrecht Dürr und KSG-Geschäftsführer Karl-Heinz Range auf Anfrage mitteilen. Die KSG plant dort einen dreigeschossigen Wohnungsbau mit zwölf Wohnungen, in denen bis zu 48 Flüchtlinge unterkommen könnten. „Im Idealfall wären es Familien, deren Aufenthaltsstatus geklärt ist und die dann im Gebäude wohnen bleiben können“, sagt Dürr.

Denn Grundidee des Modells ist es, die Neubauten nach zehn Jahren in Sozialwohnungen umzuwandeln - sei es, dass die Flüchtlinge anerkannt sind und dauerhaft in Laatzen wohnen oder dass andere Laatzener preiswerten Wohnraum benötigen. Bei der späteren Umwandlung in Sozialwohnungen profitiert die KSG von der öffentlichen Wohnungsbauförderung, mit der nach der ersten Zehn-Jahres-Phase Umbauten und Renovierungen finanziert werden können, wie Geschäftsführer Range erläutert. Die Region Hannover hat den Weg dafür bereits frei gemacht.

Bei den Kommunen kommt das Konzept an: Inzwischen hätten sieben Städte und Gemeinden in der Region Bedarf angemeldet, berichtet Range, darunter auch Laatzen. Auch finanziell rechne sich dieses Vorgehen. „Die Unterbringung von Flüchtlingen in Containern kostet derzeit 7500 bis 8000 Euro pro Person im Jahr - die Unterbringung, die wir organisieren, 2800 Euro“, sagt Range.

Welches Laatzener Grundstück im Gespräch ist, wollen KSG und Stadt bisher nicht bekannt geben. Derzeit liefen Bodenuntersuchungen, um die genauen Rahmenbedingungen zu ermitteln. Danach könnte es sehr schnell gehen. „Ich gehe davon aus, dass wir noch in diesem Jahr einen Bauantrag stellen. Wir könnten dann, je nach Reaktionszeit der Kommune, vielleicht noch in diesem Jahr auch mit dem Bau beginnen.“ Acht Monate seien dafür vorgesehen.

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