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Schützen feiern drei Tage lang

Gleidingen Schützen feiern drei Tage lang

Hunderte Besucher haben Pfingsten mit dem Schützenverein Gleidingen gefeiert. Höhepunkt war am Sonntag der große Schützenausmarsch durch den Ort. Dabei ließen sich Teilnehmer und Besucher auch von Regengüssen nicht schrecken.

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Die Besucher haben am Sonntag Spaß auf dem Kettenkarussell beim Gleidinger Schützenfest.

Quelle: Stephanie Zerm

Gleidingen. "Der Regen war eine angenehme kleine Abkühlung", sagte Schützenkönig Marco Caspari nach dem Umzug. Ebenso wie er kamen die mehr als 100 Teilnehmer des Ausmarsches nach etwa einer Stunde klatschnass zurück zum Festplatz an der Oesselser Straße.

Dort boten die Schützen den Besuchern ein buntes Programm: Vor Ort waren zahlreiche Schausteller mit ihren Fahrgeschäften, darunter Autoscooter, ein Kinderkarussell, ein Schießstand, eine Losbude und zahlreiche Stände mit Speisen und Getränken. Am begehrtesten war bei den jungen Besuchern das Kettenkarussell. Die fröhlichen Kinderschreie beim Abheben waren bereits von weitem zu hören.   

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Insgesamt haben die Gleidingen Schützen drei Tage lang gefeiert. Los ging es bereits am Sonnabend. Dabei hatten die Könige ein strammes Programm zu absolvieren. Am Samstagnachmittag holten die Schützen ihre Majestäten zu Hause ab. Begleitet wurden sie dabei vom Sarstedter Spielmannszug. Nachdem der Vorjahreskönig seine Kette überreicht hatte, nagelten die Schützen die Scheiben ans Haus der neuen Majestäten, die anschließend einen Ehrentanz vor ihrem Haus absolvieren mussten. Da bot es sich an, dass der Schützenkönig Marco Caspari seine eigene Königin gleich zu Hause hatte. Denn seine Ehefrau Marion Caspari ist dieses Jahr Schützenkönigin geworden.

Anschließend marschierten alle zur großen Königsvesper in das Festzelt an der Oesselser Straße. Dort mussten Marco und Marion Caspari beim Tanz der Könige eine weitere Runde im Walzerschritt drehen.

Zeit zur Erholung gab es nach dem rauschenden Fest kaum. Bereits um 5.20 Uhr am Sonntagmorgen wurden die Majestäten vom Spielmannszug geweckt. Anschließend servierte das Königspaar vor seiner Haustür ein Frühstück mit heißen Würstchen, Kaffee und kalten Getränken. So ist es seit Jahrzehnten Brauch.

"Das macht Spaß und gehört einfach dazu", sagt Schützenkönig Marco Caspari. Und auch die Kosten blieben im überschaubaren Bereich.

Königskette wiegt mehr als ein Kilo

Die Königsketten des Schützenvereins Gleidingen werden jedes Jahr an die amtierenden Majestäten überreicht. Dabei wird jeweils der Name des neuen Königs eingraviert. Und zwar so lange, bis kein Platz mehr für ein weiteres Metallschild für die Gravur ist. Die aktuellen Ketten für den Gleidingen König und die Königin wurden 1988 von Heinrich und Christa Willführ gestiftet. Sie sind individuelle Anfertigungen für die Gleidingen Schützen und zeigen deren Wappentier, das Muflon. Vor allem der Königskette merkt man ihre lange Tradition spürbar an. Denn die Kette mit den zahlreichen Namensschildern wiegt mehr als ein Kilogramm. "Dabei sind unsere Königsketten noch dezent", sagt Schießsportleiter Peter Maneke. "Manche Vereine haben so schwere Ketten, dass man noch ein Gegengewicht auf dem Rücken befestigen muss, um sie tragen zu können."

Im Gegensatz zu den Ketten, die nach einem Jahr weitergereicht werden, können die Majestäten ihre Scheiben behalten. Diese werden von einer Kunstmalerin in Absprache mit den Schützen jedes Jahr individuell gestaltet. Die Scheibe des Königs ziert dieses Jahr ein Bär, die der Königin ein Rebhuhn, die des Alterskönigs ein Storch, die der Jugendkönigin ein Hamster und die der Bürgerkönigin das Haus von Bauer Hahne. 

Auch Kinder können König werden

Es ist bei den Gleidinger Schützen bereits Tradition: Jedes Jahr am ersten Tag des Schützenfestes können Gleidinger Kinder von zehn bis zwölf Jahren, die nicht im Verein Mitglied sind, um den Titel des Schausteller-Kinderkönigs schießen. Der Wettbewerb wird an der Schießbude auf dem Schützenfest ausgetragen. Sieger wird, wer bei fünf Schüssen auf Scheiben die höchste Punktzahl erreicht. Dieses Jahr ergatterte der zwölfjährige Jonas Eyben den Titel - ebenso wie bereits im vergangenen Jahr.

"Man muss ruhig sein, darf nicht wackeln und muss genau zielen", erklärte der Schüler sein Erfolgsgeheimnis. Zum Dank für seine Treffsicherheit durfte er den anschließenden Kinderumzug durch den Ort anführen. 

Von Stephanie Zerm

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