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Neues Leben im Edeka-Lager - Tafel kann bleiben

Alt-Laatzen Neues Leben im Edeka-Lager - Tafel kann bleiben

Das Zentrum für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) der Leine-VHS und die Laatzener Tafel können vorerst am ihrem Standort an der Karlsruher Straße bleiben. Der neue Gebäudebesitzer will in Kürze auch das ehemalige Zentrallager von Edeka Minden-Hannover neu vermieten.

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Das Zentrum für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) der Leine-VHS kann erst einmal in den Räumen an der Karlsruher Straße bleiben.

Quelle: Daniel Junker

Alt-Laatzen. In den vergangenen Wochen hatten immer wieder Gerüchte um eine Neuvermietung des ehemaligen Edeka-Zentrallagers die Runde gemacht. Diese Gerüchte haben sich jetzt bewahrheitet. „Wir sind derzeit in den Endverhandlungen mit einem bekannten Unternehmen“, bestätigt Henrik Gellendien von der Aurelis Real Estate auf Anfrage dieser Zeitung. Die Immobilienfirma hatte das Gebäude im Juli von der Deutschen Messe AG gekauft. Da die Mietverträge für das ehemalige Edeka-Lager erst Anfang 2016 unterschrieben werden sollen, will Gellendien den Namen des Unternehmens noch nicht verraten.

Die neue Entwicklung hat Auswirkungen auf das ZAQ und die Laatzener Tafel, die im selben Gebäude beheimatet sind. Sie werden – zumindest mittelfristig – am Standort bleiben können. Dies gelte auch für die Werkstätten und Verkaufsräume des ZAQ, das dort einen Möbelladen, eine Fahrradwerkstatt, eine Metallwerkstatt, einen Kinder- und einen Second-Hand-Laden für Kunden mit schmalem Geldbeutel betreibt.

Lange Zeit wusste niemand, was nach einem Verkauf des Grundstücks mit der Halle geschieht. Es gab sogar Vermutungen, ein neuer Besitzer könnte das Haus abreißen und das Gelände neu entwickeln. ZAQ und Tafel wären damit gefährdet gewesen.

Dies ist vorerst vom Tisch: Zwar müsse das Gebäude an einigen Stellen modernisiert werden, „die Ausstattung ist soweit aber noch in Ordnung“, sagt Gellendien. Die Tafel und das ZAQ der Leine-VHS würden das Gebäude in unmittelbarer Zukunft nicht verlassen müssen. Der Vermögensverwalter lässt die langfristige Entwicklung des Grundstücks allerdings offen. „Es kann natürlich sein, dass die Situation in drei oder fünf Jahren wieder anders aussieht.“

Langfristig sucht die Leine-VHS aber sowieso einen neuen Standort für das ZAQ – aufgrund der problematischen Brandschutzsituation. „Für uns gelten die selben Bestimmungen wie für eine Schule“, macht VHS-Leiter Gerold Brockmann deutlich. Für den Weiterbetrieb müsse die Brandschutztechnik deshalb grundlegend erneuert werden. Dies würde sich für das alte Gebäude aber nicht lohnen – zumal die VHS dort ebenfalls nur Mieter ist.
Die VHS sucht für das ZAQ eine Immobilie mit genügend Platz für die Werkstätten und guter Anbindung an den Nahverkehr. Brockmann geht davon aus, dass ein Kauf die günstigste Lösung sein wird – denn auch im neuen Gebäude müsse die VHS vermutlich in den Brandschutz investieren. „Wenn wir ein Gebäude mieten und der Vertrag später gekündigt wird, hätten wir das Geld umsonst ausgegeben.“

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In das ehemalige Edeka-Zentrallager auf der Rückseite des Zentrums für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) an der Karlsruher Straße könnte bald ein neuer Mieter einziehen.

Quelle: Daniel Junker

Von Daniel Junker

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