Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Zwei Jahre sind rum: Köhne zieht Bilanz

Alt-Laatzen Zwei Jahre sind rum: Köhne zieht Bilanz

Vor zwei Jahren trat Bürgermeister Jürgen Köhne sein Amt an. Wie er auf diese Zeit zurückblickt, erläuterte er am Mittwochnachmittag beim Christlichen Seniorenbund Immanuel - und gestand, wie sehr ihm die Unterbringung von Flüchtlingen in der Turnhalle des Schulzentrums zeitweise zu schaffen machte.

Voriger Artikel
Weihnachtsbaum wird Donnerstag bei Fest geschmückt
Nächster Artikel
Lehrer aus dem ganzen Land treffen sich

Bürgermeister Jürgen Köhne spricht beim Christlichen Seniorenbund Immanuel darüber, wie er die ersten beiden Jahre im Amt erlebt hat.

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen. Wie sehr ihn das Amt fordere, machte Köhne eingangs seines rund einstündigen Vortrags im Treffpunkt Alt-Laatzen deutlich, den etwa 30 Zuhörer verfolgten. "Ich habe mein altes Leben fast hinter mir gelassen - man kann in diesem Amt rund um die Uhr unterwegs sein."

Das lag auch an der Flüchtlingskrise, die vor allem das erste Amtsjahr prägte. "Die Stadt hat insgesamt eine ganz hervorragende Gemeinschaftsleistung erbracht", bilanzierte Köhne. Das gelte nicht nur für die Mitarbeiter der Verwaltung, sondern auch für die vielen Bürger, die sich ehrenamtlich engagiert hätten. Aber es habe auch Tiefpunkte gegeben: "Negativer Höhepunkt" sei für ihn die Belegung einer der Sporthallen am Erich-Kästner-Schulzentrum gewesen - zu einem Zeitpunkt, als die Stimmung in der Stadt zu kippen drohte. Er habe deshalb bei mehreren Veranstaltungen zu erklären versucht, "warum wir keine andere Chance haben". Dass die Halle im Sommer wieder geräumt werden konnte, sei den damals rückläufigen Flüchtlingszahlen zu verdanken gewesen. "Wenn das noch so zwei bis drei Monate weitergegangen wäre, wäre es schwierig geworden", gestand Köhne.

Zwischenzeitlich hatte die Stadt sich mit sogar mit einem Kauf des Ramada-Hotels befasst. "Es war ein Druck zu dem Zeitpunkt, von dem wir einfach nicht wussten, wie lange er noch anhalten würde." Der Plan ist heute kein Thema mehr - wohl auch wegen des Kaufs des Bürogebäudes an der Gutenbergstraße, in dem bis zu 180 Menschen untergebracht sind. Bei der Investition habe zudem immer auch die anstehende Rathaussanierung eine Rolle gepielt. "Wir hatten immer im Hinterkopf, dort ein Umzugshotel einzurichten. Das Rathaus ist in einem absolute desolaten Zustand", stellte Köhne fest.

Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister mit der Entwicklung der Gedenkkultur in Alt-Laatzen. Der Eklat beim Volkstrauertag 2014 sei der erste Vorfall gewesen, der ihn in diesem Amt "erwischt, ich will nicht sagen traumatisiert" habe. Er sei sich sicher: "Es war absolut richtig zu sagen, wir beruhigen das Ganze." Die Debatte in Alt-Laatzen habe nun eine gelungene Veranstaltung ermöglicht, die "die Historie berücksichtigt und gleichzeitig den Aufbruch in die Zukunft" bedeute. Man habe "die alte Tradition hinter sich gelassen, aber trotzdem ein sehr würdevolles Gedenken" ermöglicht.

Ein Dauerthema in Alt-Laatzen ist auch die geplante Bebauung des Flebbehofs, wo sich der Seniorenbund für Servicewohnen für Senioren stark macht. Dessen Vorsitzender Werner Läwen betonte, dass Betreutes Wohnen seinerzeit Teil der Ausschreibung für die Fläche gewesen sei. Dazu Köhne: "Ich habe die Erwartung, dass dieses Gesamtprojekt so durchgeführt wird, wie wir es ausgeschrieben haben." Die Stadt sei mit dem Entwickler Meravis im Gespräch.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sm4a1uz68yn2aqscj1
Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"

Fotostrecke Laatzen: Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"