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12 Millionen für Langenhagen

Langenhagen 12 Millionen für Langenhagen

Die erste Hürde ist genommen, doch für die Stadt fängt die Arbeit jetzt erst an: Wiesenau bekommt für den Ausbau als „soziale Stadt“ 4 Millionen Euro, die Walsroder Straße zwischen Pferdemarkt, Bahnhof und Elisabethkirche nochmal 8 Millionen Euro von Land und Bund.

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Christiane Wegner (von links) und Karin Beckmann vom Amt für regionale Landesentwicklung bringen Bürgermeister Mirko Heuer und Stadtbaurat Carsten Hettwer die offiziellen Förder-Bescheide.

Quelle: Neander

Langenhagen. Es ist das erste Mal, dass Langenhagen öffentliches Geld für den Städtebau bekommt. Dies jedenfalls sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. „Bislang war man hier der Meinung, es müsse nichts saniert werden.“ Mit dieser Überzeugung ist es in Langenhagen zwar schon länger vorbei, doch erst nach mehrfachen Bewerbungen (im Falle von Wiesenau) hatten Land und Bund nun ein Einsehen. Und wie es der Zufall will (und der Bauzustand es erforderlich macht), gab es diesmal gleich noch den Zuschlag für ein zweites Förderprogramm dazu: Die nördliche Stadtmitte entlang der Walsroder Straße wird aus dem Topf Aktivierung von Stadt- und Ortsteilzentren unterstützt.

Für beide Programme gilt: Zwei Drittel des Geldes kommen von Land und Bund, ein Drittel steuert die Stadt dazu. In Wiesenau werden deshalb bis 2024 insgesamt knapp 6 Millionen Euro eingesetzt, um den Stadtteil unter Sozial-Gesichtspunkten umzugestalten. Daran können sich auch Privateigentümer beteiligen, beispielsweise wenn sie Hauseingänge durch andere Lichttechnik „subjektiv sicherer“ gestalten, so Hettwer.

In der nördlichen Kernstadt hatte die Verwaltung vor Jahresfrist den Bereich entlang der Walsroder Straße zwischen Elisabeth-Kirche, Bahnhof und Pferdemarkt untersuchen lassen. Die Gutachter hatten dem Areal seinerzeit einen hohen Sanierungsbedarf attestiert, was allerdings angesichts der äußerst heterogenen Gebäudestruktur in Alter und Gestaltung durchaus kompliziert werden könne. Bedacht werden könnte dabei auch das Gelände der längst geschlossenen Tapetenfabrik. Dort jedoch blockiert weiterhin das noch nicht verabschiedete Landesraumordnungsprogramm weitergehende Gedanken. Bislang darf dort aufgrund der Nähe zum Flughafen keine Wohnbebauung entstehen. Dies würde die Stadt gerne ändern.

Auch wenn die Stadt an der Walsroder Straße ein paar Jahre Zeit hat, insgesamt 8 Millionen vom Land und noch einmal 4 Millionen Euro aus eigener Tasche zu investieren: Das für die Förderung eingereichte Konzept sieht 2020 als letztes mögliches Jahr vor, was Landesregionalbeauftragte Karin Beckmann jetzt bei der feierlichen Übergabe der Vergabebescheide eindeutig kommentierte. „Da hat sich die Stadt viel vorgenommen.“

Dieser Herausforderung sind sich Hettwer und Bürgermeister Mirko Heuer sehr wohl bewusst. Zwar kann die Stadt jeweils auf ein Jahr bezogene Module einreichen und sich finanzieren lassen und dabei das Sanierungstempo der eigenen Finanzkraft anpassen. Eng wird es laut Hettwer trotzdem: „Wir werden das wahrscheinlich mit dem vorhandenen Personal nicht schaffen können“, räumte er im Gespräch mit Beckmann und Christiane Wegner vom Amt für regionale Landesentwicklung ein. Und deshalb ist er nicht nur über das Geld aus Hannover, sondern auch über das Netzwerk des Landesamtes froh. „Die können uns sagen, welche Städte mit uns vergleichbar sind und wie die das gelöst haben.“

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