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150 Gäste feiern Fest der Begegnung

SPD-Ortsverein Langenhagen bringt Traditionen zusammen 150 Gäste feiern Fest der Begegnung

Anders aussehen und von anderswo kommen und doch miteinander ins Gespräch kommen: Zusammen mit rund 150 Gästen hat der SPD-Ortsverein Langenhagen gestern das „Fest der Begegnung“ im Gemeindehaus der Elisabethkirche gefeiert.

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Die Tanzgruppe Bamboo Philippinos unterhält die Besucher.

Quelle: Stephan Hartung

Langenhagen. Im Kalender der Mitteleuropäer ist es der Frühlingsanfang. Auf dem Balkan, im Nahen Osten, am Kaukasus und sogar auf den Philippinen bedeutet der 20. März der Beginn des neuen Jahres. Newroz heißt das Fest, übersetzt bedeutet dies so viel wie „Neuer Tag“ oder „Neubeginn“. Der SPD-Ortsverein Langenhagen legte kurzerhand Frühlingsanfang und Neujahrsfest auf einen Tag. „Im kurdischen und persischen Kalender ist der 20. März der erste Tag des neuen Jahres“, berichtet Azad Salim, der das Fest zusammen mit Marianne Djavadi organisiert hat. Beide sind Mitglied im Vorstand des Ortsvereins.

Die Kurden sind jedoch mit ihrer Zeitrechnung schon etwas weiter. „Bei ihnen beginnt jetzt das Jahr 2716, der persische Kalender differiert sogar um 800 Jahre“, sagt Salim. Weltweit, erklärte Djavadi, feiern rund 300 Millionen Menschen das Newroz-Fest, teilweise dauert es zwei Wochen inklusive Urlaub mit der Familie.

Zu Gast waren im Gemeindehaus zahlreiche Menschen unterschiedlicher Herkunft: außer vielen Langenhagenern, die sich teilweise ehrenamtlich um Flüchtlinge kümmern, auch kurdische Sänger, philippinische Tänzer und Migranten, einige von ihnen aus der Deutsch-Vermittlung der Emmauskirchengemeinde.

Und natürlich durfte für die etwa zwei Dutzend Kinder auch entsprechendes Programm nicht fehlen. Das Figurentheater Marmelock aus Hannover führte das Stück „Fiete Anders“ auf. Dabei ging es um ein Schaf, das mit rot-weißen Streifen zur Welt gekommen war – und sich in seiner Umwelt zurechtfinden muss, weil es anders aussieht als die herkömmlichen Schafe.

Anders aussehen, vielleicht von woanders herkommen, aber trotzdem miteinander kommunizieren können – das wollte der Ortsverein erreichen, dies wurde mit dem dreistündigen Fest der Begegnung umgesetzt. Einziges Manko: Für echte Frühling- oder Newroz-Gefühle ist es hierzulande noch zu kalt. Salim lacht. „Im Iran oder Irak sind es jetzt 20 Grad“, berichtet der Kurde.

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Fotostrecke Langenhagen: 150 Gäste feiern Fest der Begegnung

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Von Stephan Hartung

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