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400 Radler erkunden Langenhagen

Langenhagen 400 Radler erkunden Langenhagen

Erstmals nehmen Flüchtlinge am Volksradfahren in Langenhagen teil. Bei der 44. Auflage, die vom Flughafen gesposort wurde, kommen 50 Teilnehmern weniger als im Vorjahr. Schul dist nicht das Wetter, sondern eine Parallelveranstaltung in Engelbostel.

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Nach ihrer Pause am Jägerhof starten Anja Schumann und Jörg Simon mit den Kindern Vincent (6, links) und Bennet (4) in den finalen Streckenabschnitt.

Quelle: Hartung

Langenhagen. Sonntagmorgen gab Hamidou Bouba sein Fahrrad ab. Einfach, weil er es so wollte. Das Vorstandsmitglied des Langenhagener Integrationsbeirats gesellte sein Fahrrad zu einer Gruppe von Flüchtlingen, die schließlich mit zwei Dutzend Personen am Volksradfahren teilnahm. „Wir hatten vorab eine Spende von 20 Fahrrädern erhalten“, berichtete Bouba erfreut. Damit aber auch noch letzte kurzfristige Nachrücker mitradeln konnte, setzt sich Bouba kurzerhand einfach in sein Auto und fuhr der Gruppe hinterher - ganz so wie ein Teamfahrzeug bei der Tour de France.

Die erstmalige Teilnahme der Flüchtlinge, deren Unterkünfte sich im ehemaligen Hotel Zollkrug sowie in der Grovestraße befinden, war der integrative Bonus des Volksradfahrens. Weitere Neuerung: Bei der 44. Auflage hat das Volksradfahren einen neuen Namenssponsor erhalten, den Flughafen. „Das hat uns geholfen, das finanzielle Risiko abzufedern“, sagte Walter Euhus, Vorsitzender des Ausrichters RC Blau-Gelb Langenhagen.

Die Teilnehmerzahl fiel im Vergleich zum Vorjahr von 450 auf 400. „In Engelbostel gab es eine andere Radtour. Nur so können wir uns das erklären, zumal das Wetter in Ordnung war“, meinte Euhus.

Wie in den Vorjahren radelten wieder viele Familien mit. So auch Vincent und Bennet, die mit sechs und vier Jahren laut Euhus zu den jüngsten Teilnehmern gehörten. Die Jungen waren zusammen mit Anja Schumann und Jörg Simon unterwegs.

„Wir fahren auch sonst viel mit dem Rad. Mit den beiden Kindern hat das sehr gut geklappt, wir mussten natürlich viele Pausen machen“, berichtet Schumann. Für die Kinder gab es Kekse und Bratwürste. „Wir haben tolle Stempel auf unsere Karten bekommen“, freute sich Vincent. Das alles, noch das Gespräch mit dem Mann von der Zeitung, ist ein Thema für den Montag. „Das erzähle ich in unserem Erzählkreis in der Schule.“ Doch Vincent ist ein vorausschauender Schüler: „Wenn ich es vergesse, dann am Freitag.“

Von Stephan Hartung

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