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Flüchtling wird von Zuchtbullen auf Weide verletzt

Langenhagen Flüchtling wird von Zuchtbullen auf Weide verletzt

Ein 61-jähriger Mann aus Afghanistan, der als Geflüchteter in Engelbostel untergebracht ist, wurde in der Nacht zu Sonntag auf einer Weide nahe der A 352 vermutlich von einem Bullen niedergetrampelt und schwer verletzt. Rettungskräfte fanden ihn erst Stunden später. Der Mann ist derzeit nicht ansprechbar.

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Warum der 61-jährige Mann aus Engelbostel mitten in der Nacht auf die Weide nahe der Autobahnauffahrt zur 352 gegangen ist, ist unklar. Derzeit ist der Schwerverletzte nicht ansprechbar.

Quelle: Neander

Engelbostel. Gegen 0.30 Uhr hatte der Mann seine Wohnung in Engelbostel verlassen, vermutlich um einen Spaziergang zu machen. Gegen 2.30 Uhr konnte der 61-Jährige noch telefonisch seine 22-jährige Tochter in Engelbostel erreichen: Er sei auf einer Weide nahe der Autobahnauffahrt zur A 352 von einem Rind verletzt worden. Die Tochter machte sich sofort auf die Suche nach ihrem Vater, fand ihn allerdings erst gut eine Stunde später. Zu diesem Zeitpunkt aber war der Verletzte nicht mehr ansprechbar.

Die alarmierten Rettungskräfte hatten zunächst Mühe, den genauen Unfallort zu finden. Nachdem sich herausstellt hatte, dass der Mann ein gutes Stück entfernt vom Stacheldrahtzaun der Weide lag, wurde die Feuerwehr Godshorn zur Unterstützung alarmiert. Wie Feuerwehr-Sprecher Stephan Bommert am Sonntag berichtete, war in der Nacht allen Einsatzkräften vollkommen unklar, wer oder was dem Mann die Verletzungen zugefügt hatte. Dass sie sich selbst während des Einsatzes in Gefahr befunden hätten, sei ihnen nicht bewusst gewesen.

Erst am Sonntagmittag konnte die Polizei Langenhagen den Halter der Tiere ermitteln. Dieser habe der Polizei berichtete, dass der Deckbulle, der auf der Wiese gemeinsam mit Mutter- und Jungtieren stehe, durchaus "griffig" werden könne, wenn sich Fremde ihm näherten. Nach Aussage der Polizei zog sich der Mann unter anderem mehrere Rippenbrüche zu. Er schwebe nicht in Lebensgefahr, könne aber bis auf weiteres nicht befragt werden.

Das Haus, in dem die Familie in Engelbostel lebt, wurde im vergangenen Jahr von der Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen gekauft.

Von Rebekka Neander

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