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Wildfänge bauen Hütten und Traumfänger

Langenhagen Wildfänge bauen Hütten und Traumfänger

Fünf Tage voller Erlebnisse erwartet die Grundschulkinder, so lautet das Konzept des Ferienangebotes im Abenteuerland. Abseits von Medien wie Smartphone oder Fernseher können sich Kinder ihre Spiele selber ausdenken, auf Entdeckungstour gehen und Eindrücke sammeln, die ein Kinderzimmer nicht bietet.

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Isa, Mia und Lono haben sich Flummis aus Gummibändern gebastelt.

Quelle: Chadde

Langenhagen. Sieben Kinder toben über das drei Hektar große Gelände des Langenhagener Abenteuerlandes. Da braucht Betreuerin Kim Schmidtke (19) schon ein Megafon, um alle zusammenzurufen. „Wer kommt mit zum Baden“, fragt sie und schon raschelt es in den Büschen. Isa (7), Mia (9), Lino (8) und Paul (7) lassen den Bretterstapel ruhen, aus dem sie gerade eine Hütte zimmern, und Tarek (8) war mit Stöckesammeln sowieso gerade fertig geworden.

Paul (7) dagegen meldet sich bei Kim Schmidtke, und mault ein bisschen. Er ist von den krummen Zähnen seiner Säge genervt, die sind alle schief. Die angehende Erzieherin des vierten Ausbildungsjahres rät zu sanften Bewegungen und wenig Druck aufs Holz. „Geht tatsächlich besser“, staunt der junge Handwerker nach einiger Zeit. „Ja wir haben richtig fieses Werkzeug“, erklärt Lothar Pätz. Der Vereinsvorsitzende des Abenteuerlandes weiß, dass der Hammer auch gerne mal den Daumen trifft oder Brennnesseln die Streunerei durchs Unterholz stoppen können. „Da hilft Rasierschaum“, erklärt er der tapferen Mia (9). Vorsichtig rasiert er die feinen Nesselhärchen vom Bein, danach juckt es nicht mehr ganz so doll.

Wenige Minuten später ist der Schmerz schon vergessen, weil der nächste Plan in den Kindern reift und sie sich mit Spaten und Wassereimer ans Werk machen. Die Freiheit, wie auf dem Gelände des Abenteuerlandes haben Kinder seltener als ihre Elterngeneration. Es ist ein Teil des pädagogischen Konzeptes. „Auch eine Struktur ist wichtig“, findet Kim Schmidtke. Morgenkreis, Kennenlern-Spiele und gemeinsame Mahlzeiten bilden das Gerüst, dazwischen kann jeder seine Interessen verfolgen. Wer also nicht mit im Silbersee planschen möchte, sondern lieber das Hüttendach mit einer Plane eindecken, kann das gerne tun. Angebote, die Geduld und Konzentration erfordern, werden eingestreut.

Montagmorgen wurden Flummis selber gebastelt. Freitag werden dann Kegel geschnitzt und Traumfänger gestaltet, damit die sieben Abenteurer eine kleine Erinnerung an ihre wilde Ferienwoche mit nach Hause nehmen können. Dazwischen ging es Dienstag in den Zoo Hannover, Mittwoch in Laatzens Park der Sinne, während am Donnerstag auf dem Isernhagener Wöhler-Dusche-Hof die Zeit im Jahre 1805 stehen geblieben ist. Getreide mit der Hand ernten oder Wäsche waschen sind geplant, bis es Freitag wieder zum Toben ins Abenteurland am Silbersee geht.

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Fotostrecke Langenhagen: Wildfänge bauen Hütten und Traumfänger

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Von PATRICIA CHADDE

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