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Agco: Heuer räumt Versäumnis ein

Langenhagen Agco: Heuer räumt Versäumnis ein

Wegen des drohenden Weggangs des Top-Gewerbesteuerzahlers Agco hat Bürgermeister Mirko Heuer die Kommunalpolitik informiert. Damit reagierte er auf eine rot-grüne Anfrage - und räumte zugleich Versäumnisse ein.

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Im Finanzausschuss gab sich Bürgermeister Mirko Heuer noch zuversichtlich, die Firma doch halten zu können.

Quelle: Michel Eram

Langenhagen. Die Firma Agco Finance macht gut eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr und zahlt der Kommune mehrere Millionen Euro an Gewerbesteuern. Doch das Unternehmen trägt sich mit Abwanderungsgedanken. Das hatte Agco-Chef Oliver Vockerodt vor Kurzem Vertretern der Langenhagener SPD-Fraktion bestätigt. Als Gründe nannte er unter anderem eine mangelnde Zusammenarbeit mit dem Rathaus und den hohen Gewerbesteuersatz. Nach Informationen dieser Zeitung will Agco offenbar nach Altwarmbüchen umziehen. Dort könnte das Unternehmen wegen der geringeren Hebesätze im sechsstelligen Bereich Gewerbesteuern sparen.

Das hat nun die rot-grüne Ratsmehrheit zu einer Anfrage an die Verwaltung bewogen. Im Finanzausschuss gab sich Bürgermeister Mirko Heuer noch zuversichtlich, die Firma doch halten zu können. Zumal sie wohl aktuell über eine Mietvertragsverlängerung mit dem Eigentümer des Bürohauses am Alemannenhof verhandele.

Gleichwohl räumte Heuer Versäumnisse ein: Demnach sei die Verwaltung nicht immer aktiv genug gewesen, als es etwa um schnelleres Internet im Godshorner Gewerbegebiet ging. „Wir haben nicht schnell genug reagiert.“ Allerdings sei „das Kommunikationsverhalten von Agco relativ verhalten gewesen“, berichtet Heuer. Und zwar seit Jahren. Immer wieder habe es von der Verwaltung Kontaktversuche gegeben - erfolglos. „Ich weiß nicht, wer wie mit welchen Karten spielt“, sagt Heuer und spricht angesichts des drohenden Weggangs lediglich von Gerüchten. Das sieht die Isernhagener Gemeindeverwaltung ganz anders. Dort gehen die Verantwortlichen weiter fest davon aus, dass Agco kommt, wie es am Donnerstag aus dem Rathaus hieß.

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