Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Moorerlebnis pur an zwei Tagen

Langenhagen/Wedemark Moorerlebnis pur an zwei Tagen

Aus allen Himmelsrichtungen, bei Sonne und Regen haben sich am Wochenende Naturinteressierte aufgemacht, die vier Hochmoore in der Hannoverschen Moorgeest zu erkunden. Fachkundige Ehrenamtliche haben sich dabei auf Schritt und Tritt ausfragen lassen und hatten allerlei Handwerkszeug im Gepäck.

Voriger Artikel
Mehr als 140 Hunde toben im Freibad
Nächster Artikel
Kinder sind dem Eichhörnchen auf der Spur

Mehr als 50 Teilnehmer schließen sich am Sonntag der Exkursion von Kaltenweide aus mit Eckhard Schmatzler an.

Quelle: Kallenbach

Kaltenweide. Also der Moor-Bohrstab: Eckhard Schmatzler setzte ihn am Sonntagnachmittag bei der Exkursion in den Südbereich des Bissendorfer Moores an. Mehr als 50 Teilnehmer begleiteten dort den Experten von der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde. Los ging es von der Kananoher Straße aus am ehemaligen Heideschlösschen zunächst auf Wegen durch das Kaltenweider Moor. Was kaum jemandem deutlich ist, erläuterte dabei Heinz Linne, seit fast 30 Jahren der Naturschutzbeauftragte der Region für die Gemeinde Wedemark: „Das Langenhagener Gebiet geht hier bis kurz vor den Muswillensee im Bissendorfer Moor“.

Nun aber der Bohrstab. „Er reicht einen Meter, und mehrmals angesetzt kommt man damit bis auf den Sandgrund“, zeigte Schmatzler. Viel Zeit nahm er sich, auf Fragen auch die Entstehung der Hochmoore und die besonderen Bedingungen von Klima, Untergrund und Vegetation zu erklären. Das war an diesen beiden Tagen nicht zu schwer – Sonne und Regen, typisches Moorwetter eben. Aber der Langzeit-Überschuss an Wasser, der Hochmoore überhaupt erst entstehen ließ, ist heute nicht mehr mit Regen zu erreichen, verdeutlichten die Naturschützer.

Dass diese vier Hochmoore – Bissendorfer, Otternhagener, Helstorfer und Resser Moor – zum weiteren lebendigen Wachsen einer aufwendigen Wiedervernässung bedürfen, war bei allen Exkursionen zu erklären. Denn das elf Millionen Euro schwere EU-geförderte Projekt Hannoversche Moorgeest steht mit einem Rückbau der früheren Entwässerungsgräben in den Mooren in allen vier Kommunen ins Haus.

Von Wissen erschlagen zeigten sich die Teilnehmer in den zwei bis drei Stunden des Wanderns und Sehens hier und dort durchaus nicht. Sie genossen auch das Moorerlebnis pur auf den Exkursionen und die Ruhe. Torfmoose erhielten jedes mal ein Sonderkapitel, am Sonnabend auch nach einem Moorausflug bei einer Vorführung im Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse. „Ohne Moos nix los“ hieß schließlich das Motto der Moorerlebnistage, die erneut der Aktionskreis Hannoversche Moorgeest organisiert hatte und kostenfrei anbot.

doc6rqencou128wel3wfgr

Fotostrecke Langenhagen: Moorerlebnis pur an zwei Tagen

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr