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Alle Ratspolitiker wollen den Rathausanbau

Langenhagen Alle Ratspolitiker wollen den Rathausanbau

Für 20 Millionen Euro soll das mittlerweile zu kleine Rathaus saniert und entlang der Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Osten erweitert werden. Einstimmig hat sich dafür jetzt die Langenhagener Politik ausgesprochen und damit der Verwaltung, die einen Neubau am Handelshof favorisiert, eine klare Absage erteilt.

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Nach dem Willen der Politik soll das Rathaus zwischen Konrad-Adenauer-Straße und Waggumer Hof für eine Gesamtsumme von etwa 20 Millionen Euro erweitert werden.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Mit einem Anbau für 13 Millionen Euro samt umfangreicher Sanierung des Rathauses für noch einmal 7 Millionen Euro sollen nach dem Willen der Politiker bis 2019 „zukunftsweisende Voraussetzungen für moderne Verwaltungsarbeit“ geschaffen werden. Ein zeitgemäßes Raumkonzept soll entsprechende Erweiterungsoptionen beinhalten. Dadurch gebe es künftig auch keine teuren Mietverträge mehr, erläutert Wolfgang Langrehr den von SPD, Grünen, SVG, BBL und Ratsmitglied Bernd Speich gestellten Antrag. Die CDU hatte ihre Unterschrift zunächst verweigert, da sie sich von Rot-Grün hinters Licht geführt fühlte.

„Alle Punkte waren mit der CDU besprochen“, sagt indes Langrehr. Allerdings räumt der Sozialdemokrat auch ein, dass es „wohl irgendwo Kommunikationsprobleme“ gegeben habe. Die Verschnupfung bei der CDU hat sich inzwischen aber gelegt. Denn die Christdemokraten stimmten im jüngsten Stadtplanungsausschuss ebenfalls für den Antrag. Wolfgang Grundey forderte die Verwaltung gar auf, rasch mit der Ausschreibung für den Anbau zu beginnen. „Anfangen ist wichtig“, ergänzt Reinhard Grabowsky, ebenfalls CDU. Schließlich soll das Projekt bereits in drei Jahren abgeschlossen sein.

Den gemeinsamen Antrag, bei dem „42 Ratsmitglieder gegen einen Neubau sind“, wertet BBL-Ratsherr Werner Knabe als klares Signal an die Verwaltung. Grünen-Fraktionschef Dirk Musfeldt bezeichnet den Antrag „als Reaktion“. Denn mehrheitlich sei man mit der Neubauplanung unzufrieden gewesen. Diese habe die Stadtverwaltung seiner Ansicht nach „schlecht begründet“. Zumal das erst 30 Jahre alte Gebäude nicht abgängig sei und die Verwaltung die Frage der Nachnutzung des Rathauses nicht dargestellt habe.

„Da bin ich deutlich anderer Meinung“, betont Stadtbaurat Carsten Hettwer, der sich wie Bürgermeister Mirko Heuer klar für einen Neubau des Rathauses am Handelshof für bis zu 35 Millionen Euro ausgesprochen hatte. Doch der Stadtbaurat ließ auch keinen Zweifel daran, dass die Verwaltung die politischen Beschlüsse „loyal“ umsetzen werde.

Bei dem jetzt beschlossenen Anbau samt Sanierung für maximal 20 Millionen Euro befürchtet Hettwer aber erhebliche Probleme, da das seiner Ansicht nach deutlich teurer werden dürfte. Zudem rechnet er wegen der Bauarbeiten an dem gegenüberliegenden Schulzentrum mit erheblichen Verkehrsproblemen. Aber auch das vom Architekten Dieter Oesterlen beanspruchte Urheberrecht sei problematisch. Das schränke die Sanierung des Rathauses erheblich ein, warnt Hettwer. Denn alle Arbeiten müssten mit den Oesterlen-Erben zunächst abgestimmt werden.

Die einst von Oesterlen geplante Option sieht eine Erweiterung des Rathauses um etwa 1500 Quadratmeter vor. Das reicht nicht aus, meint der Stadtbaurat und spricht von 5000 Quadratmetern zusätzlichen Flächenbedarfs. Den von der Politik vorgegebenen Zeitplan bezeichnet Hettwer indes als „frommen Wunsch“. Zudem warnte er davor, die billigste Variante für einen Anbau zu favorisieren. „Sie sollten nicht die Baukultur aus den Augen verlieren“, appellierte der Stadtbaurat.

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