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Alles läuft nach der Räumung wieder normal

Langenhagen Alles läuft nach der Räumung wieder normal

In der Stadt Langenhagen ist nach der Bombenräumung am Sonntag einen Tag später wieder Normalität eingekehrt. An der Aral-Tankstelle an der Vahrenwalder Straße wurden am Montag die zum Schutz errichteten Überseecontainer wieder entfernt.

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Bei der Aral-Tankstelle an der Vahrenwalder Straße hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) eine britische Fünf-Zentner-Bombe im Erdreich entdeckt.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Langenhagen. Unmittelbar nachdem der zweite Bombenblindgänger an der Hans-Böckler-Straße entschärft werden konnte, wurde die Sperrung der A 2 aufgehoben, die Bewohner des evakuierten Gebietes durften in ihre Wohnungen zurück. Bis in die Nacht hinein bauten Trupps die Absperrungen auf den Langenhagener Straßen zurück.

Bei der Aral-Tankstelle an der Vahrenwalder Straße - dort hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD), wie berichtet, eine britische Fünf-Zentner-Bombe im Erdreich entdeckt - dauerte der Ausnahmezustand indes etwas länger an: Erst Montagmittag wurden die zum Schutz errichteten Überseecontainer wieder entfernt. Die Behälter sollten die Druckwelle und Splitter auffangen, falls der Blindgänger hätte gesprengt werden müssen. Das Technische Hilfswerk musste für den Abbau am Montag die rechte Spur vor der Tankstelle in Richtung Hannover erneut sperren, sodass der Verkehr an dieser Stelle noch einmal ins Stocken geriet. Der Rückstau reichte bis auf die Autobahn 2 in beide Fahrtrichtungen. Zusätzlich stockte der Verkehr auf der Walsroder Straße bis Gosewischs Garten. Tanken konnten Autofahrer während der Aufräumarbeiten mit einem Kran der Feuerwehr aber immer noch nicht: Die Tanks unter den Zapfsäulen waren leer gepumpt und mit Stickstoff gefüllt worden. Erst gegen Abend sollte der Tankstellenbetrieb wieder aufgenommen werden, hieß es aus dem Mineralölkonzern.

Noch am Sonntagabend hatte sich ein Strom von Schaulustigen in Bewegung gesetzt, um den gut einen Meter tiefen Krater an der Tankstelle zu begutachten.

Stadt rechnet mit Kosten von knapp 100.000 Euro

Wir gehen davon aus, dass die Evakuierung knapp 100.000 Euro kostet“, sagt Stadtsprecherin Juliane Stahl am Tag nach der Evakuierung mit gut 16.000 Menschen. Gleichwohl müsse die Stadt die Summe nicht allein schultern, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr übernehme anteilig jene Kosten, die im Zusammenhang mit der Autobahn 2 und dem dort vermuteten Blindgänger stünden. Im städtischen Etat sind nach Aussage Stahls 300.000 Euro für die Suche nach Bomben eingeplant. „Ein Teil des Geldes ist bereits für die Sondierung mehrerer Verdachtspunkte ausgegeben worden“, sagt die Sprecherin und fügt hinzu, dass es immer noch genug Geld für die Bezahlung der jetzigen Rechnungen gebe. Denn die Hilfsorganisationen ließen sich vor allem die Verpflegung der Evakuierten von der Stadt erstatten. Stahl verweist zugleich auf den aktuell gültigen Ratsbeschluss, nach dem die Kommune die Kosten trage und sie nicht von den betroffenen Hauseigentümern zurückfordert.

Von Isabell Rollenhagen und Antje Bismark

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