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AfD tritt mit fünf Kandidaten zur Wahl an

Langenhagen AfD tritt mit fünf Kandidaten zur Wahl an

Ein strenger Blick auf die Ausgabenpolitik der Stadt, mehr Bauland für Familien und eine Sicherheitsprämie für Bürger, die ihre Wohnungen und Häuser nachrüsten – unter anderem mit diesen Themen will die AfD im Kommunalwahlkampf mit ihren fünf Kandidaten punkten.

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Streben für die AfD fünf Sitze im Rat an (von links): Marc-Alexander und Achim Hinz, Sven Hoffmann und Peter Gaschko. Herbert Klever fehlt auf dem Foto. 

Quelle: Bismark

Langenhagen. Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) schickt Marc-Alexander Hinz, dessen Vater Achim, Sven Hoffmann, Peter Gaschko und Herbert Klever ins Rennen um die Ratsmandate, in Langenhagen – und das Ziel lautet: fünf Mandate. Dafür will das Quintett in den nächsten Wochen unter anderem mit Informationsständen punkten und möglicherweise auch mit einem Diskussionsforum, das die 15 Parteimitglieder aus Langenhagen organisieren wollen.

Ein Thema dieser Runde dürfte nach Aussage von Marc-Alexander Hinz die Sicherheit in der Stadt sein: „Wegen der vielen Einbrüche sind die Menschen verunsichert, wir können hier ja schon fast von einer Bandenproblematik der Täter sprechen“, sagt der 29-Jährige, der seit 2013 zur AfD gehört und als IT-Teamleiter in einem mittelständischen Unternehmen arbeitet. Deshalb wolle die AfD jedem Langenhagener, der seine Wohnung oder sein Haus mit Sicherheitsvorkehrungen nachrüstet, nach dem Heidelberger Vorbild ein Viertel der Kosten erstatten.

Dafür wiederum will Hoffmann ein großes Augenmerk seiner Arbeit auf die Ausgabenpolitik der Stadt legen. „Die reißen zu viele Baustellen auf“, kritisiert der 31-jährige Speditionskaufmann, der nach eigenen Angaben in der „Hochzeit der Flüchtlingskrise“ in die Partei eintrat, den jetzigen Rat und die Verwaltung.

Wie Hoffmann wirft auch Gaschko den Politikern der etablierten Parteien vor, die Nähe zum Bürger verloren zu haben. „Das wollen wir ändern“, kündigt er an und wünscht sich, eine abgestimmte Stadtentwicklung: „Erst wenn es ausreichend Kitaplätze und Schulen gibt, sollte neues Bauland für Familien erschlossen werden“, sagt der 48-jährige Niederlassungsleiter eines Sicherheitsunternehmens. Er sei zur AfD gestoßen, als Deutschland sehr viele Euro nach Griechenland überwiesen habe. „Ich möchte meinen Lebensstandard halten, deshalb engagiere ich mich jetzt politisch“, sagt er.

Achim Hinz indes richtet den Blick auf ein ganz anderes Thema in der Stadt: „Wir müssen dringend die Müllproblematik in den Griff bekommen“, sagt der 55-Jährige, der im Vertrieb von VW Nutzfahrzeuge arbeitet. Es könne nicht sein, dass die Verwaltung beispielsweise am Silbersee einen Grillplatz ausweise, und am Ende grille jeder, wo er gerade möchte. „Wenn man dann morgens am See spazieren geht, finden man eine Müllkippe vor“, hat er festgestellt.

Ob und mit welchen Koalitionspartnern die AfD ihre Interessen durchsetzen werde, darüber haben die Kandidaten noch keine Entscheidung getroffen: „Wir müssen sehen, was sich ergibt – in jedem Fall wollen wir sachorientiert nach Themen arbeiten, nicht nach Parteien“, sagt Gaschko.

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