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Auvray und Wopp geben sich die Ehre

Langenhagen Auvray und Wopp geben sich die Ehre

Wer das noch erleben will, muss sich nun aber sputen. Am Freitag und Sonnabend wollen Timo Wopp und Lydie Auvray in ihren jeweiligen Genres ein Feuerwerk zünden. Noch sind für das laufende Mimuse-Programm für den Langenhagener Theatersaal noch einige Karten zu haben.

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Lydie Auvray präsentiert ihr neues Album „Musetteries“ vor.

Quelle: Privat

Langenhagen. Seit fast vier Jahrzehnten begeistert und fasziniert Lydie Auvray mit ihrer Musik und ihrem Akkordeon-Spiel die Massen. Doch dabei ist die Musikerin nicht wirklich älter geworden. Denn sie hat dem als volkstümlich-verstaubt "verurteilten" Instrument zu neuem – modernem – Glanz verholfen. Sie ist nun am Sonnabend, 18. Februar, zusammen mit Eckes Malz (Klavier, Percussion) und Markus Tiedemann (Gitarren) zu Gast beim Mimuse-Programm im Langenhagener Theatersaal.

Von Beginn ihrer Karriere an hat sich Auvray mit vielen musikalischen Genres beschäftigt - und immer wieder ausprobiert, was auf dem Knopfakkordeon möglich ist. Auf ihrem neuen Album „Musetteries“, mittlerweile ihr 21., wendet sie sich explizit ihrer musikalischen Herkunft, der Musette-Musik, zu.

Und was dabei herausgekommen ist, klingt frisch, authentisch und überzeugend, wohl auch deshalb, weil sie einen weiten Bogen um die Klischees macht, die sich aufdrängen, wenn man an französische Akkordeonmusik denkt. Die „Grande Dame des Akkordeons“ ist am Sonnabend ab 20 Uhr im Theatersaal an der Rathenaustraße 14 zu sehen und zu hören. Die Karten kosten zwischen 17 und 24 Euro.

Bereits einen Tag zuvor - also am Freitag ist Timo Wopp auf der Bühne des Theatersaals ebenfalls ab 20 Uhr zu erleben. Dabei präsentiert er sein aktuelles Programm "Moral". Auf die Inhalte dürfen die Besucher durchaus gespannt sein, schließlich hat doch jeder unfassbar viel Angst. Früher war es die Angst vor saurem Regen. Heute ist es die Angst vor Überfremdung. Oder schlimmer noch die Angst, kein WLAN zu haben. Die allergrößte Angst ist aber, von denen da oben belogen zu werden.

Dass wir uns das getrost sparen können, zeigt Wopp in seinem zweiten, ständig aktualisierten Abendprogramm – "eine Laune der Kultur", wie Kritiker behaupten. Denn schonungslos ungefiltert illustriert er, dass niemand uns mehr belügt als wir selbst. Und für diese These könnte es kein besseres Beispiel geben als ihn selbst.

Bei Timo Wopp wird alles Private politisch und damit angreifbar. Jede Pointe ist ein distanzloses Eingeständnis der eigenen Ressentiments und des persönlichen Scheiterns. Er nennt das Kind beim Namen, so hässlich es auch sein mag. Dabei ist der Bühnenakrobat in seiner Verlogenheit so bestechend ehrlich, dass einem beim Zuhören schon mal der eigene moralische Kompass durcheinander geraten kann. Aber zum Glück weiß Google ja eh immer, wo wir sind. Wer braucht da noch einen Kompass?

Die Veranstaltung im Langenhagener Theatersaal beginnt am Freitag, 17. Februar, um 20 Uhr. Die Karten kosten zwischen 16 und 22 Euro.

Die Tickets für die Veranstaltungen gibt es in allen Madsack-Geschäftsstellen, im Internet auf haz.de/tickets und 
neuepresse.de/tickets sowie unter der Telefonnummer (0511) 12123333. Zum Eintrittspreis kommt eine Vorverkaufsgebühr hinzu. An den Veranstaltungstagen öffnen die Abendkassen eine Stunde vor Beginn. Ab jeweils 18 Uhr, ebenfalls nur an den Veranstaltungstagen, ist der Theatersaal unter der Rufnummer (0511) 7269519 erreichbar.

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Timo Wopp stellt seine ganz eigene "Moral" dem Langenhagener Publikum vor.

Quelle: Priva

Von Sven Warnecke

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