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Wieder liegen Müllberge am Silbersee

Langenhagen Wieder liegen Müllberge am Silbersee

Alle Appelle der Stadt und regelmäßige Kontrollen durch den Betriebshof fruchten offenkundig nicht: Erneut haben Unbekannte ihre Müllsäcke am Silbersee entsorgt. Der jüngste Vorstoß aus dem Rathaus, mehr Personal für Kontrollen einzusetzen, wird im Mai in der Politik kontrovers diskutiert werden.

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Erneut haben Unbekannte Müllsäcke am Silbersee entsorgt.

Quelle: Bismark

Langenhagen. Unmut ist von allen Seiten zu hören. Von den Spaziergängern, die am Dienstagmorgen erneut am Silbersee die umfangreichen Hinterlassenschaften fröhlicher Grillgemeinschaften vorfanden. Von den Mitarbeitern der Stadtentwässerung, die den gleich säckeweise entsorgten Müll einsammeln mussten. Und von den Politikern der Ratsfraktionen. Einzig: Wie dem Problem zu begegnen ist, wird Diskussionsthema im Frühjahr werden.

Bürgermeister Mirko Heuer hatte unlängst für den im Mai zu erwartenden Nachtragshaushalt erneut zwei zusätzliche Stellenwünsche für den Betriebshof angekündigt. Nur so sei eine Kontrolle der weiten Grünflächen der Stadt zu gewährleisten. Ein erster Vorstoß dieser Art, sogenannte Parkranger einzuführen, war jedoch von der rotgrünen Mehrheit im Rat abgelehnt worden.

"Wir müssen das Thema diskutieren, das steht fest", betont SPD-Fraktionschef Marc Köhler am Dienstag auf Nachfrage. "Aber weiterhin möchten wir verhindern, dass der Personalstamm der Verwaltung noch weiter aufgebläht wird." Ähnliches sagt auch Michael Horn von den Grünen. "Wir haben den neuen Vorstoß zwar in der Fraktion noch nicht debattiert, aber dennoch müssen wir eine Lösung für die allgemeine Vermüllung in der Stadt finden." Horn denkt dabei weit über den Silbersee hinaus. "Problematisch sind auch die Flächen, für die wir nicht zuständig sind." Horn benennt Baustellenflächen in Kaltenweide, auf denen seit Jahren der Bauschutt zurückgelassen worden ist. Oder auch den Bahnhof. "Wir als Stadt dürfen auf dem Gelände den Müll nicht abtransportieren lassen."

Bernhard Döhner, CDU-Fraktionschef im Rat, unterstützt die Forderung nach weiteren Stellen - würde dies aber gerne zumindest zu einem Teil refinanziert wissen. "Wir müssen mit der Region eine Regelung finden, wie beim ruhenden Verkehr Verstöße selbst mit Bußgeldern ahnden zu können." An dem Container-Standort in seiner Nachbarschaft stellten wiederholt Passanten illegal Müll ab. "Die sind dabei sehr unvorsichtig beim Hinterlassen von Hinweisen auf ihre Identität", sagt Döhner. "Wenn die mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro belangt würden, hätte das sicherlich eine abschreckende Wirkung." Die Stadt bemüht sich seit geraumer Zeit um eine Übernahmeregelung dieser Sanktionsmöglichkeit. Wie es heißt, sind die Gespräche noch nicht abgeschlossen.

Von Rebekka Neander

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