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Nicht existente Wohnungen werden versteigert

Langenhagen Nicht existente Wohnungen werden versteigert

Das Amtsgericht Hannover versteigert am Donnerstag vier Langenhagener Eigentumswohnungen. Das kuriose daran: Diese gibt es gar nicht. Vielmehr soll ein Grundstück in Wiesenau - bebaut mit einem alten Einfamilienhaus - unter den Hammer kommen, für das es eine Baugenehmigung für vier Wohnungen gibt.

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Dieses Haus im Langenhagener Stadtteil Wiesenau befindet sich aktuell auf dem zur Zwangsversteigerung angestehenden Grundstück.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Das Amtsgericht Hannover versteigert am Donnerstag vier Eigentumswohnungen. Das kuriose daran: Diese gibt es gar nicht. Vielmehr soll um 10 Uhr ein 883 Quadratmeter großes Grundstück in Wiesenau – bebaut mit einem alten Einfamilienhaus – im Auftrag einer Bank unter den Hammer kommen. „Die vier Wohnungen gibt es nur nach Aktenlage“, sagt Amtsgerichtssprecher Jens Buck auf Anfrage. Ein beauftragter Gutachter hatte das Areal an der Uhlandstraße inspiziert und das wohl etwa 60 Jahre alte Haus als abbruchreif eingestuft. „Rechtlich wird ein altes Haus versteigert“, sagt Buck. Ungewöhnlich sei das Verfahren indes nicht. Dergleichen gebe es immer wieder.

Für die vier Eigentumswohnungen existiert eine Baugenehmigung der Stadt Langenhagen. Der im Gericht aufgerufene Verkehrswert wird auf 146.500 Euro taxiert. Die Abrisskosten belaufen sich nach gutachterlicher Schätzung auf etwa 25.000 Euro. Doch eine Versteigerung der vier an der Immobilie bestehenden Miteigentumsrechte macht Bucks Angaben zufolge wenig Sinn, sei für den Käufer auch nicht wirtschaftlich. Aus diesem Grund sei auf ein Einzelausgebot verzichtet worden, um das Grundstück im Gesamtpaket zu versteigern, erläutert Buck das Prozedere.

Und Interessenten gibt es. Etwa Antonino Saccullo, Geschäftsführer der gleichnamigen Langenhagener Baufirma. Voraussetzung sei allerdings, dass man auf das Grundstück vernünftig etwas setzen könne, sagte er auf Anfrage. Denn kleine Wohneinheiten seien viel schwieriger zu bauen als große. „Ich werde mich aber um das Grundstück bemühen“, betont Saccullo, der derzeit an der Walsroder Straße sechs neue Gebäude mit 93 Wohnungen baut. 20 davon werden von der Stadt als bezahlbarer Wohnraum gefördert.

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