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Hunde müssen an die Leine

Langenhagen Hunde müssen an die Leine

Nun beginnt sie wieder – die bei vielen Hundebesitzern wenig beliebte Brut- und Setzzeit. Denn sie bedeutet: Vom 1. April bis Mitte Juli müssen die Hunde zum Schutz von Jungtieren und Bodenbrütern an der Leine geführt werden. Das gilt auch für innerstädtische Grünanlagen.

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Ab 1. April geht es nur noch mit der Leine zum Gassigehen in die Feldmark oder öffentliche Parkanlagen.

Quelle: Antje Bismark

Langenhagen. Außerhalb der Ortschaften gilt ab Freitag wieder die Anleinpflicht für Hunde. Sie dient dem Schutz der freilebenden Tiere, vornehmlich Bodenbrüter und Jungtiere sollen nicht gestört oder gar gefährdet werden. Darauf weisen die Langenhagener Stadtverwaltung und diverse Naturschutzverbände wie etwa die Landesjägerschaft hin. Danach müssen Hunde vom 1. April bis zum 15. Juli in freier Landschaft, etwa im Kananoher Forst und im Wietzepark, an der Leine geführt werden.

Einige Hundebesitzer sehen darin aber nicht nur die Freiheit ihres Tieres gefährdet, sondern auch deren Gesundheit akut bedroht, heißt es immer wieder von Kritikern der Leinenpflicht. Entsprechende Forderungen, dieses Gesetz in Niedersachsen zu streichen, haben bislang bei der Landesregierung kein Gehör gefunden.

Langenhagens Hegeringleiter Mike Scheer moniert indes den Trend zu immer längeren Feldleinen. Im Fachhandel werden bis zu 50 Meter lange Exemplare zum fast ungestörten Auslauf des Vierbeiners angeboten. „Damit wird das Gesetz konterkariert“, meint der Jäger. Zwar sei der Hund angeleint, doch so ausgestattet könnte er durchaus in die Ruhezonen der wildlebenden Tiere abseits der Wege eindringen und durch seine bloße Anwesenheit die Aufzucht empfindlich stören, erläutert er weiter. Vom Hetzen oder Reißen der Muttertiere oder Jungen ganz zu schweigen: „Wir appellieren aber weiter an die Vernunft der Hundehalter“, betont Scheer.

Doch die Brut- und Setzzeit gilt nicht nur für die freie Landschaft, sondern ebenso für den innerstädtischen Bereich, teilt die Verwaltung mit und bittet darum, auch dort auf die Tiere Rücksicht zu nehmen. Gerade in Parkanlagen brüteten Enten. Sie seien durch freilaufende Hunde hochgradig gefährdet. Deshalb gelte in städtischen Grünanlagen eine generelle Leinenpflicht.

Wer gegen den Leinenzwang verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Verwarn- und Bußgeld geahndet werden kann, heißt es von Stadtsprecherin Juliane Stahl. Aus diesem Grund kündigt sie für die nun beginnende Brut- und Setzzeit verstärkte Kontrollen vonseiten der Stadt an. Geregelt sei die besondere Anleinpflicht zum Schutz der wildlebenden Tiere im Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG).

Die Stadtsprecherin verweist aber auch auf die städtischen Hundeauslaufflächen im Brinker Park, im Eichen- und Wietzepark. „Dort können die Hundehalter ihre Tiere ganzjährig frei herumlaufen lassen, also auch während der Brut- und Setzzeit.“ Die Fläche am Silbersee ist wegen Sondierungsarbeiten aktuell indes gesperrt.

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Die Leinenpflicht gilt zum Schutz von wildlebenden Tieren wie etwa der im April und Mai geborenen Rehkitze.

Quelle: Sven Warnecke

Von Sven Warnecke

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