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So kommen Sie stressfrei zum Renntag

Langenhagen So kommen Sie stressfrei zum Renntag

Wer heute ohne Stau den Renntag auf der Neuen Bult erreichen will, sollte unbedingt den Anreisetipps folgen, die der Rennverein nun erstmals auf seiner Homepage veröffentlichen wird. Auch die Stadt will ihren Service verbessern. Die Politik diskutiert derweil über den Saisonauftakt.

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Langenhagen. Die Saison auf der Pferderennbahn in Langenhagen beginnt traditionell mit einem Paukenschlag: Die beiden ersten Renntage sind stets überdurchschnittliche Publikumsmagneten. Entsprechend voll wird es auf den Straßen rundherum. Die restliche Saison verläuft erfahrungsgemäß ruhiger. Auch in diesem Jahre stauten sich die Besucher am 1. Mai in den entscheidenden zwei Stunden fast bis zur Autobahnauffahrt zurück. Nun steht heute der zweite Hauptanreisetag des Jahres auf dem Programm. Dafür will nun der Rennverein erstmals über seine Homepage neuebult.com im Internet sowie einen Newsletter Anreisetipps veröffentlichen. 

Wer also pünktlich und stressfrei zur Rennbahn an der Neuen Bult gelangen möchte, sollte Folgendes beachten: 

Besucher aus Langenhagen und Isernhagen wird empfohlen, von Norden über den Reuterdamm auf die Theodor-Heuss-Straße zur Rennbahn zu fahren.

Besucher aus Hannover können über die Vahrenwalder und die Bothfelder Straße die beiden kostenlosen und ausgeschilderten Ausweichparkplätze am CCL (Schützenstraße und Schönefelder Straße) nutzen. Von dort startet ein ebenfalls kostenloser Shuttle-Bus zur Rennbahn, der entgegen der Staurichtung von Norden die Rennbahn anfährt.

Gäste, die mit dem Metronom anreisen, können vom Bahnhof Langenhagen-Mitte mit der Buslinie 480 alle Viertelstunde ins Stadtzentrum fahren und von dort den Shuttle-Bus nehmen.

Gäste mit VIP-Einladung wird ebenfalls empfohlen, nicht dem Navigations-Gerät zu folgen, sondern von Norden über den Reuterdamm anzureisen. Wer über die Autobahn A 2 anreist, sollte dann über die Bothfelder auf die Walsroder Straße fahren und dort über den Reuterdamm zur Theodor-Heuss-Straße fahren.

Der Parkplatz an der Rennbahn fasst 2800 Fahrzeuge. Eine Gebühr von 2 Euro wird beim Erreichen des Stellplatzes erhoben. Die Ausweichparkplätze sind dagegen kostenlos.

Die Stadt wird heute rigoros gegen Falschparker vor allem im Wohngebiet an der Rennbahn sowie auf dem Radweg entlang der Theodor-Heuss-Straße vorgehen, das kündigt Boris Ehrhardt, Leiter der Langenhagener Ordnungsabteilung an.

Auch die Stadt will, versprach Bürgermeister Mirko Heuer am jüngsten Renntag, auf ihrer Homepage im Internet den Service um diese Veranstaltung verbessern. Auf Nachfrage hieß es dazu am Donnerstag im Rathaus, man sei mit dem Rennverein im Gespräch.

Im Verkehrsausschuss war indessen am Dienstag das kurzzeitige Verkehrschaos am 1. Mai Thema der politischen Diskussion. Kritisiert wurden vor allem jene uneinsichtigen Verkehrsteilnehmer, die stur ihrem Navigationsgerät gefolgt waren und dabei im Extremfall dies auch gegen die Anweisung der Polizei durchzusetzen versuchten. Zudem hätten viele Kraftfahrer den Radweg entlang der Theodor-Heuss-Straße zugeparkt, nachdem der 2800 Fahrzeuge fassende Parkplatz direkt an der Rennbahn gegen 14 Uhr voll belegt war. "Radfahrer mussten auf die Fahrbahn ausweichen", berichtete ADFC-Sprecher Reinhard Spörer. Er habe selbst diverse Anzeigen gegen die Falschparker erstattet. Ehrhardt berichtete, seine Mitarbeiter seien am 1. Mai an der Rennbahn unterwegs gewesen und werden dies am Pfingstmontag wiederholen. Gleichwohl zog er sein eigenes Fazit: "Das kann man wohl nur baulich lösen."

Nicht abschrecken. Werben!

Menschen strömen nach Langenhagen. Und das freiwillig. Darf das sein? Fern ab aller Ironie: Das darf nicht nur, das soll sogar. Langenhagen sollte froh und stolz darauf sein, eine Sportstätte von bundesweiter Bedeutung zu beheimaten.

Richtig: Die unmittelbaren Nachbarn können auch andere Lieder davon singen. Zugeparkte Wohnstraßen und Stunden, in denen das eigene Grundstück praktisch nicht erreichbar ist, machen denen keinen Spaß. Zumal auch die Großflohmärkte an der Rennbahn die Laune trüben. Dennoch: Eine teure bauliche Lösung ist rausgeschmissenes Geld.

Bei Licht betrachtet: Es geht um exakt zwei Renntage im Jahr, an denen der Verkehr jeweils etwa drei Stunden lang an den Nerven aller zerrt - vorausgesetzt, es ist schönes Wetter. Lösungen sind weiterhin gefragt, auch nach Jahren des Ausprobierens. Hochproblematisch bleibt das sture Starren auf das Navi, gegen das noch so große Schilder und noch so stoische Polizeibeamte auf der Fahrbahn kaum etwas ausrichten können.

Helfen könnte zweierlei: Noch mehr Werbung für den öffentlichen Nahverkehr - vielleicht mit Preisnachlässen (oder kostenlosen Wett-Tipps) für jene, die ein Ticket vorzeigen können. Und eine Portion Gelassenheit bei den Langenhagenern. Im Grunde müsste sie jeder neue Stau doch noch ein bisschen stolzer machen.

Von Rebekka Neander

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