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Anwohner sollen Straßenumbau mitgestalten

Langenhagen Anwohner sollen Straßenumbau mitgestalten

Wie es ist, soll es nicht bleiben. Darin sind sich Anwohner des Süntelweges und die Stadt Langenhagen einig. Aber wie kann eine Verkehrsberuhigung dieser unerwünschten Abkürzung im Hindenburgviertel gelingen? Dies sollen die Anwohner nun mitentscheiden.

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Künftig sollen im Süntelweg die Gehwege wegfallen. Dafür könnten größere Grünflächen den Verkehr beruhigen.

Quelle: Neander

Langenhagen. Die Anwohner des Süntelweges betreten Neuland - im doppelten Sinne. Zum einen soll ihre Straße im Hindenburgviertel im Rahmen einer Grundsanierung vollkommen neu gestaltet werden. Zum anderen praktiziert die Stadt an diesem Beispiel eine neue Form der Bürgerbeteiligung.

Auf Wunsch der Politik geht die Stadtverwaltung mit dem im Grundsatz längst beschlossenen Bauvorhaben vor dem Start der Detailberatung in die Öffentlichkeit. Der Verkehrsausschuss hatte eine direkte Bürgerbeteiligung zwar ausgeschlossen, gleichwohl aber sollten die betroffenen Bürger sehr konkret auf den Start der vorbereitenden Arbeiten hingewiesen werden.

Seit Freitag nun ist im Informationssystem der Stadt die Drucksache 2016/149 im Internet einsehbar. Sie beschreibt, dass es im Süntelweg mangels Breite künftig gar keine Gehwege mehr geben soll. Stattdessen werde eine sogenannte Mischverkehrsfläche gestaltet, auf der sich sämtliche Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt bewegen dürfen.

Zum Schutz von Radfahrern und Fußgängern und damit diese zum Leidwesen der Anwohner gern genutzte Ausweichroute künftig von Autofahrern gemieden wird, plant die Stadt mehrere Grünflächen, neben denen nur noch eine Fahrbahnbreite von 3,5 Meter verbleibt. Zudem erhält die Straße mittig eine kleine Gosse mit einem entsprechenden Gefälle von den Fahrbahnrändern. Auch dies soll ein Durchfahren der Straße für Autofahrer eher unkomfortabel gestalten. Für einen Ausbau der alten und zu schmalen Gehwegen reicht die Gesamtbreite der Straße nicht aus. Eine offiziell verkehrsruhige Zone wird die Straße, in der ohnehin nur 30 Stundenkilometer maximal erlaubt sind, nicht. Der Verkehr soll dann bevorzugt über die parallel verlaufende Kurt-Schumacher-Allee und den Sollingweg laufen. Insgesamt investiert die Stadt 320.000 Euro in dieses Vorhaben.

Anwohner, die ihre eigenen Anregungen oder Bedenken zu diesem, voraussichtlich im Frühjahr 2017 startenden Bauvorhaben äußern wollen, können sich an den zuständigen Verkehrsplaner Benjamin Stein unter Telefon (05 11) 73 07 94 26 wenden. Der Verkehrsausschuss befasst sich mit diesem Thema erstmals am Donnerstag, 9. Juni. Beginn der Sitzung ist um 17.45 Uhr im Ratssaal. Zu Beginn und am Ende der Sitzung können Fragen an Politik und Verwaltung gestellt werden.

Von Rebekka Neander

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