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Anwohner sind sauer auf Stadt

Langenhagen Anwohner sind sauer auf Stadt

Nach Anwohnerklagen wegen zu hohen Tempos auf der Wohnstraße Am Hohen Brink hat die Verwaltung die Parkregelung verändert. Doch in der Folge haben sich die Rathausmitarbeiter so den Zorn der Anlieger zugezogen.

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Auf der Straße Am hohen Brink geht es recht eng zu. Ein Fahrzeug der Stadtentwässerung hat gar zehn Minuten warten müssen, bis ein Paketdienst die Durchfahrt freigemacht hat.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Tempo 30 gilt schon seit geraumer Zeit auf der Wohnstraße Am Hohen Brink in Langenforth. Doch offensichtlich haben sich nicht alle Verkehrsteilnehmer daran gehalten. In der Folge forderten Anlieger wie etwa Hans-Dieter Jahn die Stadt auf, aktiv zu werden. Und das tat die Stadt nach einigen Geschwindigkeitsmessungen dann auch. Im Juni wurde die dort bislang gültige Regelung zum Abstellen von Fahrzeugen geändert. Bislang durften sie auf dem gut drei Meter breiten Gehweg stehen - im Fachjargon halbhüftiges Parken genannt.

Nun sind dort die weißen Markierungen für Parkplätze entfernt - die weißen Steine auf dem Bürgersteig gegen graue ausgetauscht. Allerdings suggerieren die Farbunterschiede von Alt und Neu speziell auswärtigen Autofahrern etwas völlig anderes, meint Jahn. Zumal auch die Schilder, die auf die veränderte Parksituation hinweisen, zwischenzeitlich wieder entfernt wurden, ärgert er sich.

Nach Auskunft von Jael Finkelstein vom Langenhagener Fachdienst Ordnungswesen würde sich das aber „einpendeln“. Zumal ohne besondere Hinweise grundsätzlich nicht auf Gehwegen geparkt werden dürfe, sagt sie im Gespräch dieser Zeitung. Und die Farbunterschiede der Steine würden sich im Laufe der Zeit auch geben.

Doch das sei nur eine Randnotiz, meint Jahn indes. Er bezeichnet die Situation auf der Straße neuerdings als „lebensgefährlich“. Denn auf der nunmehr doch recht schmalen Fahrbahn hätten speziell Zweiradfahrer schlechte Karten. Und wenn sich Autos begegneten, müssten sie mühevoll vor oder rückwärts rangieren. Andere nehmen gleich den Bürgersteig zu Hilfe. Auch an den Grundstücksausfahrten spielten sich wegen der dort nun entstandenen Unübersichtlichkeit gefährliche Szenen ab, monieren Anlieger wie Jahn. Unterstützung erfährt er von etwa 50 anderen Bewohnern der Wohnstraße, die mit ihrer Unterschrift die Stadtverwaltung nun auffordern, die Baumaßnahme zu revidieren und den alten Zustand wieder herzustellen. Zumal das alles auch nicht dazu geführt habe, dass dort der Kraftverkehr langsamer fährt, berichtet Jahn. Vielmehr wollen er und seine Nachbarn von der Stadt, dass diese die Straße so verändert, dass der Fahrzeugverkehr gezwungen wird, langsam zu fahren. „Und wir haben kostengünstige Vorschläge gemacht“, ergänzt Doris Krusch ihren Nachbarn Jahn und verweist etwa an auf der Straße stehende Blumenkübel oder andere Pflanzungen.

Dass die seit der Änderung verbleibende Fahrbahn zu schmal ist, bestreitet Finkelstein. Eine Straßenbreite von 3,3 Metern genüge den rechtlichen Vorschriften, betont sie und verweist auf andere umliegende Wohnstraßen, wo Fahrzeuge ebenfalls auf der Straße parken müssten. Sie kündigt jedoch weitere Tempokontrollen Am Hohen Brink an. Zudem soll geprüft werden, ob im neuerdings in der Tat recht engen Einmündungsbereich zur Hindenburgstraße die Halteverbotszone verlängert werden kann. „Mehr machen als das, kann ich nicht“, betont Finkelstein auch mit Blick auf den letztlich seinerzeit von den Anwohnern geäußerten Wunsch auf eine Verkehrsberuhigung.

Vielleicht ist in der Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen. Nach Auskunft von CDU-Fraktionschef Bernhard Döhner soll die Situation Am Hohen Brink demnächst im Verkehrsausschuss angesprochen werden.

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