Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Anwohner werden ihre Sorgen los

Langenhagen Anwohner werden ihre Sorgen los

Mirko Heuer nimmt die Sorgen der Anwohner der Straße Am Hohen Brink ernst - räumt frank und frei auch Fehler seiner Verwaltung ein. In einer Versammlung hat sich der Bürgermeister die Probleme der Anlieger geduldig angehört.

Voriger Artikel
Viele Fragen zu den neuen Nachbarn
Nächster Artikel
Projekt "Seniorenbegleiter" gestartet

Die Anwohner der Straße Am Hohen Brink haben die Chance, nicht nur ihre Nöte zu äußern, sondern auch Verbesserungsvorschläge zu machen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Knapp 30 Anlieger der Straße Am Hohen Brink waren der Einladung der Stadt am Mittwochabend in die Aula der Friedrich-Ebert-Schule gefolgt. Es hätten vielleicht noch ein paar mehr sein können, räumte Bürgermeister Mirko Heuer gleich zum Auftakt ein. Doch offenbar hätten nicht alle Anwohner die Wurfsendungen erhalten, meinte Heuer, der nach eigenen Angaben die Sorgen der Menschen ernst nimmt. Er wolle die Anlieger mitnehmen, um gemeinsam eine für alle tragbare Lösung zu finden.

Das Problem: Am Hohen Brink durften Autos bis vor vier Monaten halb auf dem gut drei Meter breiten Gehweg stehen - im Fachjargon halbhüftiges Parken genannt. Das ist seit Juni anders. Die Fahrzeuge müssen nun auf der Straße abgestellt werden, was bei Gegenverkehr zu einem gefährlichen Rangieren führe, berichtet etwa Anwohner Horst Dottermusch von seinen Erfahrungen, der die ganze Aktion allein wegen der Kosten nicht versteht. Maria-Luise Treige fährt nun nicht mehr mit dem Auto oder Fahrrad, weil ihr die Straße viel zu eng sei. „Auch für die Autofahrer hat sich die Situation nun erschwert“, sagt Martin Schlimmermann.

Nachdem der Bürgermeister seine Sicht der Dinge und vor allem die aktuelle Gesetzeslage zu den Gehwegbreiten - „wir mussten handeln“ und „die jetzige Regelung ist gesetzeskonform“ - erläutert hatte, wurde es dann tatsächlich konkreter. Denn der eine oder andere Anlieger brachte eigene Ideen zum Ausdruck. Schlimmermann warb dafür, etwas von dem nun mehr als drei Meter breiten Bürgersteig zugunsten der Fahrbahn und für das Parken „abzuzwacken“. „Dann wäre allen ein wenig geholfen.“ Zudem verhindere die Lösung, dass der Durchfahrtsverkehr wieder zu schnell fahre, meinte Schlimmermann. Das wechselseitige Parken mit aufgemalten Parkbuchten brachte unter anderem Torsten Lüschen ins Spiel. Diese Variante bezeichnet Heuer als vielversprechend. Allerdings warnte der Verwaltungschef, dass das auch Stellplätze kosten werde. Der von Treige indes geforderten Einbahnstraßenregelung maß er dagegen wenig Chancen bei.

Zum Ende der knapp eineinhalbstündigen Debatte hatte Heuer fünf Varianten auf dem Zettel, die er nach eigenen Angaben in seinem Hause prüfen lassen werde. Doch der Verwaltungschef machte auch deutlich, dass er den Anliegern nicht zu viel Hoffnung machen könne. Schließlich seien die geltenden Gesetze auch für Langenhagen bindend - und eine Rückkehr zur alten Parkplatzregelung werde es definitiv nicht geben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr