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Anwohner gestalten Wiesenau mit

Langenhagen Anwohner gestalten Wiesenau mit

Die Wiesenauer Mitte reichte am Donnerstag kaum aus, um alle an der nun beginnenden Sanierung des Stadtteils interessierten Anwohner aufzunehmen. Mehr als die Hälfte will sich dauerhaft an der Gestaltung in den nächsten Jahren beteiligen. In rund sechs Wochen will sich dieser Kreis wieder treffen.

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Die Stühle reichten kaum aus, um alle interessierten Anwohner in der Wiesenauer Mitte unterzubringen.

Quelle: Neander

Langenhagen. Die Menschen in Wiesenau hängen an ihrem Stadtteil. Und wenn ihr Quartier schon erstmals den Zuschlag für ein mit 6,8 Millionen Euro dotierten Städtebauförderprogramm erhält , dann wollen sie auch daran mitwirken. Anders ist der große Zustrom zur Auftaktveranstaltung der Bürgerbeteiligung kaum zu erklären. Und: Von den gut 50 Zuhörern trugen sich 37 in Listen ein. Sie werden in den kommenden vier bis sechs Wochen, so eine erste Prognose, zu einer weiteren Runde eingeladen.

Gastgeber waren die Stadt und das seit kurzer Zeit beauftragte Unternehmen DSK, dessen Mitarbeiter Erich Neßlange und Michael Koch bis 2024 allen Anwohnern und Grundeigentümern beratend zur Seite stehen. Schon am Donnerstag zeigte sich in vielen Fragen der Anwohner zum einen ein noch hohes Informationsbedürfnis der betroffenen Grundeigentümer zu Details wie Bauabschnitten und Grundbucheinträgen. Zum anderen aber auch eine hohe Bereitschaft, selbst in den Stadtteil zu investieren. Dazu gehört auch die Gesellschaft für Behinderten-Arbeit (GBA), die ihre Räume der Wiesenauer Mitte für das Treffen zur Verfügung stellte. Geschäftsführer Heiner Peterburs kündigte an, die Gebäude der GBA energetisch zu sanieren.

Nachdem Erich Neßlage noch einmal alle sich aus dem Sanierungsgebiet ergebenden Rechte und Pflichten erläutert hatte, gingen die Anwohner nahtlos in die inhaltliche Diskussion über. Ein Zuhörer warnte, die von der Stadt vorgeschlagen Modernisierung der Spielplatzes an der Bachstraße solle unbedingt begleitet werden. Der neue inklusiv gestaltete Spielplatz an der Liebigstraße sei erst nach wiederholten Interventionen durch die Polizei inzwischen frei von jenen, "die auf Spielplätzen nichts verloren haben".

Die weitere Vorgehensweise der Bürgerbeteiligung müsse sich jetzt im wirklichen Leben zeigen. Jene 37 Interessierten, die sich am Donnerstag in Listen eingetragen haben, werden zu einem weiteren Treffen eingeladen, an dem dann voraussichtlich auch die großen Wohnungsbaugesellschaften hinzugebeten werden. Dann werde sich anhand der Personenzahl herausstellen, ob alle in einem Beirat mitarbeiten können oder bei zu großem Andrang eine Wahl stattfinden müsse. Konsens unter den Anwohnern ist bislang, den dauerhaft arbeitenden Zirkel durch kleine Projektgruppen zu Einzelideen zu ergänzen.

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Rund die Häfte der Zuhörer trug sich nach der knapp zweistündigen Veranstaltung in die Listen für eine Bürgerbeteiligung ein.

Quelle: Neander

Von Rebekka Neander

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