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Gegen Barrieren in der Stadt

Langenhagen Gegen Barrieren in der Stadt

Um allen Menschen in Langenhagen eine gleichberechtigte Teilhabe am alltäglichen Leben zu ermöglichen, setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit ein. Sie will der Verwaltung die Missstände in der Stadt aufzeigen, diese beseitigen und ein Bewusstsein für Inklusion entwickeln.

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Auf Bitten von Albert Schneider wird die für Sehbehinderte und Blinde sehr riskante Treppe vor der Volkshochschule nun von der Stadt aufbereitet.

Quelle: Neander

Langenhagen. Die Arbeit der AG Barrierefreiheit nimmt Fahrt auf. Bei ihrer Sitzung am Dienstagabend haben sich die Mitglieder um Initiator Albert Schneider darauf verständigt, Hürden und Barrieren in der Stadt zu beseitigen. Damit soll allen Menschen im Sinne der Inklusion eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht werden. So will die Arbeitsgemeinschaft durch öffentliche Aktionen das Bewusstsein für Inklusion in der Bevölkerung stärken. „Es gibt eine Vielzahl von großen und kleinen Behinderungen“, sagte Schneider. So sei Inklusion nicht nur für alte sowie körperlich oder geistig eingeschränkte Menschen ein Thema, sondern beispielsweise auch für eine Mutter mit Kinderwagen.

„Wenn man selbst nicht betroffen ist, ist es einem nicht so wichtig“, merkte Ratsherr Michael Horn (Grüne) an. Das Gegenteil bewies das Ehepaar Peter und Dorothea Grün. Sie machten, obwohl sie nicht direkt betroffen seien, auf eine mangelhafte Situation am Eckerweg nahe der Bothfelder Straße aufmerksam. Dort könnten körperlich beeinträchtigte Kinder auf dem Schul- oder Heimweg nur schwer die Stufen überwinden.

Die Arbeitsgemeinschaft will nun Hinweise sammeln, an welchen Stellen in der Stadt Menschen jeglicher Verfassung auf Hindernisse stoßen. Diese Missstände sollen bewertet und anschließend der Verwaltung vorgelegt werden. Horn merkte an, dass man bei Veränderungen hartnäckig und geduldig bleiben müsse – vor allem bei baulichen Maßnahmen. „Auch die kleinsten Sachen werden zum Staatsakt hochstilisiert“, sagte er. So sieht sich die AG Barrierefreiheit in Zukunft auch mit der Barriere Bürokratie konfrontiert. Doch die Mitglieder wollen sich davon nicht abschrecken lassen. „Die Verantwortlichen brauchen ein bisschen Druck von unten“, sagte Schneider.

Hinweise zu Barrieren nimmt die AG unter Telefon (05 11) 72 27 33 oder per Mail an albert
schneider@web.de entgegen.

Von Nils Oehlschläger

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