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Stadt soll für Schaden bezahlen

Schulenburg Stadt soll für Schaden bezahlen

Jeder Verkehrsteilnehmer muss jederzeit mit allem rechnen, etwa einem über die Straße laufenden Kind. Eine Bedrohung von oben hingegen ist nicht wirklich kalkulierbar. Doch so ist es Richard Schröder ergangen. Bei der Fahrt über die Dorfstraße krachte ihm ein abgebrochener Ast ins Auto - verfehlte nur um Zentimeter seinen Kopf.

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Vermeintlich kleine Ursache - aber große Wirkung: Neben einer verletzten Passantin ist auch das Auto von Richard Schröder von dem herabstürzenden Ast getroffen worden - bei voller Fahrt.

Quelle: Privat

Langenhagen. Der Engelbosteler war morgens mit seinem Auto auf der Dorfstraße in Schulenburg unterwegs. Unvermittelt krachte Schröder gegen 10 Uhr ein von oben herabstürzender etwa 40 Zentimeter dicker Ast einer Kastanie in die Windschutzscheibe. „Die geringe Geschwindigkeit und das sofortige Zurücksetzen bewahrten mich vor Verletzungen am Kopf“, berichtet er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Rückblick: An diesem Tag - Sonnabend, 8. August - ist zur gleichen Zeit auch eine 64 Jahre alte Anwohnerin mit ihrem Hund auf der Straße unterwegs gewesen. Sie wurde, wie berichtet, ebenfalls von dem Geäst getroffen und erlitt einen Schlüsselbeinbruch.

In der Nacht zuvor hatte es heftig gestürmt. Doch als der Unfall geschah, sei es total windstill gewesen, erinnert sich Schröder. „Ich war, Gott sei Dank, zu langsam unterwegs“, sagt der von dem Ast getroffene Autofahrer. Allerdings wurde sein Fahrzeug nicht unerheblich in Mitleidenschaft gezogen. Er kalkuliert mit Reparaturkosten in Höhe von etwa 6000 Euro. Das Auto stünde bereits in der Werkstatt. Seine Versicherung habe ihm gegenüber bereits angekündigt, sich bei der Stadt Langenhagen schadlos zu halten. „Im Übrigen ist vor nicht allzu langer Zeit schon ein Baum umgestürzt und ein zweiter offensichtlich vorsorglich gefällt worden“, berichtet Schröder vom Zustand der Bäume. „Es ist eine Schlamperei, die Gefahren durch die Kastanien an der Dorfstraße nicht zu beseitigen“, lautet sein Fazit.

Das sieht die so gescholtene Stadtverwaltung indes ganz anders. Erst im April seien die Kastanien an der Dorfstraße wie jedes Jahr kontrolliert worden, sagt Stadtsprecherin Juliane Stahl auf Anfrage. „Dabei ergab sich, dass bei drei der dort wachsenden Bäume eine weiterführende Untersuchung notwendig war“, berichtet sie. Darunter ist auch der Baum gewesen, bei dem nun der Ast abbrach. Diese genaue Kontrolle hätten Fachleute Mitte Juli unternommen. Das Ergebnis: „Der Baum gilt als stand- und bruchsicher; eine akute Gefahr bestand nicht.“ Zwei weitere Bäume seien im Gegensatz umgehend am 15. Juli gefällt worden.

Gleichwohl, ein Risiko gebe es bei stürmischer Witterung unter Bäumen immer. Deshalb ist die Stadt auch gegen Personen- und Sachschäden versichert, betont Stahl.

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