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Ärzte sollen zentral arbeiten können

Langenhagen Ärzte sollen zentral arbeiten können

Die Pläne stoßen in der Politik auf ein geteiltes Echo: Auf dem Parkplatz an der Schützenstraße soll ein Wohn- und Ärztehaus entstehen. Die Schützen, die das Areal bislang als Festplatz genutzt haben, könnten sich einen Umzug auf das benachbarte ehemalige Grünwald-Gelände vorstellen – vorerst.

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Der Bau eines Wohn- und Ärztehauses würde etwa die Hälfte der dort vorgehaltenen knapp 180 Parkplätze bedeuten.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Bereits vor etwa zehn Jahren hatte der Langenhagener Apotheker Carsten Lambrich die Idee, Fachärzte in einem Gebäude im Stadtzentrum zusammenzubringen. In erster Linie sieht er Vorteile in daraus resultierenden kurzen Wegen und Synergien innerhalb des Hauses, sagt Lambrich im Gespräch mit dieser Zeitung. Damit könnte auch der Standort Langenhagen für Ärzte durchaus interessanter werden, meint er. Lambrich hat zwischenzeitlich mit etwa 15 interessierten Medizinern – zum Teil bereits in der Stadt niedergelassen – zu den Plänen Kontakt aufgenommen.

Mit Klaus Stork hat der Apotheker nun einen Projektentwickler gefunden, der diese Idee auf dem städtischen Grundstück realisieren will. Geplant sind auf dem gut 5000 Quadratmeter großen Areal in bis zu achtgeschossiger Bauweise – so wie es der dort gültige B-Plan auch zulässt – etwa 3000 Quadratmeter für Arztpraxen sowie bis zu 200 kleinere Wohnungen speziell für Studenten, Pendler oder Monteure. Das Investitionsvolumen beträgt circa 30 Millionen Euro. „Wir halten uns auch größtenteils an den bestehenden B-Plan“, sagt Stork. Wegen der neueren Energiesparverordnung müssten lediglich Details diskutiert werden. Sein Ziel ist, das Projekt im ersten Quartal 2018 eröffnen zu können. Gleichwohl bezeichnet er das als durchaus „sportlich“.

Denn noch muss Stork den Beschluss der Langenhagener Politik abwarten. Die SPD kann sich nach Auskunft von Fraktionschef Marc Köhler diese Riegelbebauung schon vorstellen. Speziell dem Bau kleinerer Wohnungen stehe die SPD „grundsätzlich positiv gegenüber“. Die CDU habe sich dazu noch nicht beraten, teilte Fraktionschef Bernhard Döhner auf Anfrage mit. Er persönlich könne sich dort aber auch etwas anderes vorstellen. Jens Mommsen (BBL) sieht ein Ärztehaus positiv – aber nicht höher als das benachbarte Gundlach-Gebäude, mahnt er an. Die kleinteiligen Wohnungen lehnt der BBL-Fraktionschef indes ab. Eine derart „wuchtige Massierung zweier Baukörper“ kann sich der unabhängige Ratsherr Wilhelm O. Behrens nicht vorstellen. Er schlägt deshalb eine Bürgerbefragung vor. Auch Ratsherr Bernd Speich ist mit Blick auf den Verlust vieler ebenerdiger Parkplätze gegen das Projekt.

Die Schützen, die bei einer möglichen Bebauung des Areals ihren Festplatz verlieren, sehen den Plan weniger problematisch. Nach Auskunft von Michael Freiberg, Vorsitzender der Schützen-Gemeinschaft, könnten sich die Vereine durchaus einen Umzug auf das in Aussicht gestellte Gelände des ehemaligen Grünwald-Gartencenters vorstellen. Die Fläche dürfte reichen, sagte Freiberg gestern. Er geht aber davon aus, dass dem Volks- und Schützenfest in diesem Jahr am bislang genutzten Platz nichts entgegensprechen dürfte. Perspektivisch stellt er sich aber eine Rückkehr auf den Marktplatz vor, wenn dort irgendwann einmal das Postgelände umgestaltet wird.

Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer betont auf Anfrage, dass es sich lediglich um Vorstellungen eines Projektentwicklers handele. „Die politische Willensbildung ist hierzu sicher noch nicht abgeschlossen.“

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So soll das neue Ärzte- und Wohnhaus zwischen Bothfelder und Schützenstraße vor dem CCL aussehen.

Quelle: privat

Von Sven Warnecke

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